Seehofer rechnet ab: „Das können sie alles senden“

Seehofer rechnet ab: „Das können sie alles senden“

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So etwas ähnliches wie eine Götterdämmerung sieht CSU-Parteichef Horst Seehofer offenbar auch für die Union am Horizont aufziehen.

Quelle:Handelsblatt Online

Diesen Fernsehauftritt wird die CDU so schnell nicht vergessen. CSU-Parteichef Horst Seehofer hat in einem Gespräch mit dem ZDF Tacheles geredet - nachdem das eigentliche Interview schon zu Ende war.

CSU-Chef Horst Seehofer hat nach der Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen Konsequenzen gefordert. Dies gelte auch für die Arbeit in Berlin, sagte Seehofer am Montagabend im ZDF. "Ich bin jetzt wirklich entschlossen, dass man etwas ändert."

Einen Tag nach dem Wahldebakel der CDU in Nordrhein-Westfalen ist CSU-Chef Horst Seehofer mit der schwarz-gelben Koalition in Berlin hart ins Gericht gegangen.

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„Wir sollten etwas nicht schönreden, was nicht schön ist. Das ist die bittere Wahrheit, das war ein Desaster gestern“, sagte Seehofer am Montagabend im ZDF-„heute-journal“. Eindringlich forderte Seehofer Konsequenzen für die Arbeit der Koalition in Berlin.

"Meine Antwort ist schlicht darauf, dass wir jetzt nicht so tun, als wäre gestern nichts passiert, sondern wir müssen daraus Konsequenzen ziehen“, sagte der CSU-Vorsitzende. „Ich bin nicht mehr bereit, einfach zur Tagesordnung überzugehen. Wir müssen besser werden, auch in Berlin.“

Seehofer: Röttgen hätte sich auf NRW festlegen müssen

Erneut forderte er ein Treffen der Parteivorsitzenden von CDU, CSU und FDP, um die dringendsten Probleme wie Energiewende, Vorratsdatenspeicherung und Betreuungsgeld zu lösen.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen, dem gescheiterten CDU-Spitzenkandidaten in NRW , warf Seehofer schwerste Fehler und Versäumnisse vor. „Der Röttgen hat gegen die Frau (SPD-Ministerpräsidentin Hannelore) Kraft mit einem Verhältnis 37 zu 34 Prozent begonnen“, sagte er mit Blick auf die Ausgangsposition. „Und innerhalb von sechs Wochen ist das weggeschmolzen wie ein Eisbecher, der in der Sonne steht.“.

Die CDU hatte bei der Wahl am Sonntag mit 26,3 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis im bevölkerungsreichsten Bundesland eingefahren.

Als größten Fehler bezeichnete Seehofer die fehlende Bereitschaft Röttgens, sich auch im Falle einer Wahlniederlage auf Nordrhein-Westfalen festzulegen.

Er habe Röttgen gewarnt, dass es nicht dessen private Entscheidung sei, ob er nach NRW gehe oder nicht, das träfe die ganze Union, sagte Seehofer. „Ich habe mit ihm gesprochen, persönlich und über die 'Bild'-Zeitung und persönlich hat er mich dann abtropfen lassen.“

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