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Sicherheit: Innenminister prüft Katastrophenwarnungen per Facebook und Twitter

von Kristin Schmidt

Twitter, Facebook & Co. könnten deutsche Bürger in Zukunft vor Großbränden, Überflutungen oder gar terroristischen Anschlägen warnen.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich lässt prüfen, ob sich soziale Netzwerke und Blogs eignen, um die Bevölkerung zu alarmieren. Momentan untersuchen Wissenschaftler, inwiefern Deutsche die verschiedenen Web-Dienste nutzen und wo deren Vorteile als Kommunikationskanäle im Krisenfall liegen. Das Gutachten soll bis Mitte des Jahres vorliegen. Dann wird entschieden, ob das bestehende Warnsystem künftig durch Internet-Dienste ergänzt wird.

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Derzeit nutzen Bund und Länder Fernsehen und Hörfunk, um vor Katastrophen oder Anschlägen zu warnen. Aus dem Bundesinnenministerium heißt es, die Politik müsse auf den veränderten Medienkonsum reagieren. „Gerade junge Menschen sind häufiger im Internet und hören weniger Radio“, sagt ein Sprecher.

Die USA sind schon einen Schritt weiter. Seit April können sie über spezielle Facebook- und Twitter-Accounts Terroralarm auslösen. Die registrierten Nutzer erhalten über diese Seiten ausschließlich Nachrichten zu terroristischen Bedrohungen. Über 12.000 US-Bürger haben die Kanäle abonniert. Solch eine Abo-Lösung könnte auch in Deutschland Vorbild für die „Katastrophenwarnung 2.0“ sein.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 08.05.2011, 23:02 UhrOlaf T.

    Solange die eigene Region noch nicht betroffen ist, mag das ja ganz schön sein. Neulich hatten wir hier in berlin einen Stromausfall, 6000 Haushalte ohne Strom. ich selbst konnte die dunklen Häuser auf der anderen Straßenseite sehen, hatte selbst jedoch keine Unterbrechung.
    Während der gesamten Zeit (einige Stunden) funktionierte auch bei mir kein DSL. Warnungen, Hinweise über die vermutete Dauer oder Verhaltensregeln hätten mich gar nicht erreichen können.
    Und das war nur eine Kleinigkeit.

    Richtig ist, dass über Facebook, Twitter und Co. viele Leute erreicht werden, aber eben nur vor dem Ereignis. Die Abschaltung von Radiosendungen über Antenne (analog) Ende 2015, wie es im Telekommunikationsgesetz steht, ist leichtsinnig.
    Sollte daran festgehalten werden, kommt die „Katastrophe 2.0“ im Januar 2016!
    Eine Petition, die dieses hoffentlich verhindert, läuft noch bis zum 14.06.2011:
    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=17707
    ( KurzURL: http://kurzurl.net/ultrakurzwelle ).
    Weitere informationen im Forum zur oben genannten Petition und unter http://rettet-unsere-radios.de .

    Wenn internet und Mobiltelefon ausfallen, denken die meisten Menschen schon automatisch ans Radioeinschalten.

  • 08.05.2011, 11:58 Uhrsundaystar.de

    Neben dem von mir bereits eingesetzten SMS Tsunami-Alarmsystem laufen die Vorbereitung für solch ein System im Hintergrund bereits auf Hochtouren. Wir werden demnächst vor jeder nur denkbaren Katastrope warnen ...

  • 07.05.2011, 16:47 UhrWiWoWast

    Dieser Vorschlag kann nur vorteilhaft sein, auch nach einer Kosten-Nutzen-Analyse.

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