Sicherheit: Innenminister prüft Katastrophenwarnungen per Facebook und Twitter

Sicherheit: Innenminister prüft Katastrophenwarnungen per Facebook und Twitter

Twitter, Facebook & Co. könnten deutsche Bürger in Zukunft vor Großbränden, Überflutungen oder gar terroristischen Anschlägen warnen.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich lässt prüfen, ob sich soziale Netzwerke und Blogs eignen, um die Bevölkerung zu alarmieren. Momentan untersuchen Wissenschaftler, inwiefern Deutsche die verschiedenen Web-Dienste nutzen und wo deren Vorteile als Kommunikationskanäle im Krisenfall liegen. Das Gutachten soll bis Mitte des Jahres vorliegen. Dann wird entschieden, ob das bestehende Warnsystem künftig durch Internet-Dienste ergänzt wird.

Derzeit nutzen Bund und Länder Fernsehen und Hörfunk, um vor Katastrophen oder Anschlägen zu warnen. Aus dem Bundesinnenministerium heißt es, die Politik müsse auf den veränderten Medienkonsum reagieren. „Gerade junge Menschen sind häufiger im Internet und hören weniger Radio“, sagt ein Sprecher.

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Die USA sind schon einen Schritt weiter. Seit April können sie über spezielle Facebook- und Twitter-Accounts Terroralarm auslösen. Die registrierten Nutzer erhalten über diese Seiten ausschließlich Nachrichten zu terroristischen Bedrohungen. Über 12.000 US-Bürger haben die Kanäle abonniert. Solch eine Abo-Lösung könnte auch in Deutschland Vorbild für die „Katastrophenwarnung 2.0“ sein.

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