Sigmar Gabriel: Mitte-Links-Bündnis findet Freunde

Sigmar Gabriel: Mitte-Links-Bündnis findet Freunde

, aktualisiert 20. Juni 2016, 11:07 Uhr
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Der Vizekanzler und Wirtschaftsminister fordert im „ Spiegel“ ein „Bündnis aller progressiven Kräfte“ in Deutschland gegen das Erstarken der Rechten.

Quelle:Handelsblatt Online

Sigmar Gabriel kann sich plötzlich ein Mitte-Links-Bündnis vorstellen – und bekommt dafür Unterstützung aus seiner Partei. Auch die Linken sind nicht abgeneigt. Das Ziel: Ein Wahlkampf gegen die „Bürgerlich-Konservativen“.

BerlinNach Sigmar Gabriels Plädoyer für ein strategisches Mitte-Links-Bündnis bekommt der SPD-Chef Rückendeckung von seinen Stellvertretern. „Die Parteien und sozialen Bewegungen des Mitte-Links-Spektrums sollten dem Rechtsruck geschlossen den Kampf ansagen“, sagte SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel der „Bild“-Zeitung (Montag). „Die Sozialdemokratie stellt fast nirgends die absolute Mehrheit, deshalb wollen wir den Schulterschluss mit fortschrittlichen Kräften und sind auch offen für neue soziale Bewegungen.“ Es wäre „wünschenswert, wenn sich unter anderem in der Linkspartei die durchsetzen, die sich dieser Verantwortung stellen“.

Auch Gabriels Stellvertreter Ralf Stegner forderte eine Alternative zur großen Koalition. „Bürgerversicherung, moderne Familienpolitik, gute Arbeit, Rente und Bildung sowie Steuergerechtigkeit – all das geht mit der Union nicht“, sagte er der „Bild“-Zeitung.

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Gabriel hatte in einem „Spiegel“-Gastbeitrag ein „Bündnis aller progressiven Kräfte“ in Deutschland gegen das Erstarken der Rechten gefordert. Die Mitte-Links-Parteien müssten sich besinnen, „um ihren notorischen Missmut, ihre Eitelkeiten und Spaltungen zu überwinden“.

Linke-Chef Bernd Riexinger wertete dies als „klares Signal“ und forderte Gabriel auf, direkte Gespräche mit seiner Partei aufzunehmen. „Wir sollten 2017 vor den Bundestagswahlen mit der SPD einen Lagerwahlkampf gegen die Bürgerlich-Konservativen führen“, sagte Riexinger der „Passauer Neuen Presse“ (Montag). „Ein erster Schritt wäre eine rot-rot-grüne Übereinkunft über einen gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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