So wählt das Netz: Steinbrück gewinnt TV-Duell im Netz haushoch

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So wählt das Netz: Steinbrück gewinnt TV-Duell im Netz haushoch

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Laut Umfragen ist das TV-Duell unentschieden ausgegangen. Aber Steinbrück konnte im Internet gewinnen

von Oliver Voß

Das Fernsehduell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück hatte laut Umfragen keinen klaren Sieger. Die Nutzer von Twitter und Facebook sehen das aber offenbar ganz anders.

Nach 90 Minuten war es soweit: Das #tvduell war das meistdiskutierte Thema auf Twitter – weltweit wohlgemerkt. Überraschend dagegen Platz 9 der Rangliste, denn da landete der Begriff "Halskette". Vor allem zu Beginn des Duells, als die Kontrahenten ihre arg auswendig gelernten Eingangsstatements vortragen war Merkels Halsschmuck in den deutschen Nationalfarben für viele Kommentatoren bei Twitter das interessantere Thema. Es dauerte denn auch nur einige Minuten, bis ein Spaßvogel der @schlandkette einen eigenen Twitter-Account angelegt hatte, dem inzwischen mehr als 6000 Menschen folgen.

Doch auch der eigentliche Inhalt des Duells wurde intensiv diskutiert, in der Spitze registrierte der Kurznachrichtendienst 2622 Tweets pro Minute. Einen klaren Sieger gab es dabei nicht, während Steinbrück in einer Umfrage von infratest für die ARD als überzeugender genannt wurde, liegt Merkel bei Forsa mit einem Prozentpunkt vorn.  

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Bei Facebook und Twitter verliert die Kanzlerin

Ganz anders sieht es in den sozialen Netzwerken aus. Nach einer Analyse des Datenspezialisten Attensity für die WirtschaftsWoche hat Steinbrück das Duell dort klar für sich entschieden. Dafür wurden mehr als 194 000 Tweets und Facebook-Kommentare ausgewertet, die seit gestern 19 Uhr abgegeben wurden.

Infografik So wählt das Netz

Während der Bundestagswahlkampfs analysieren die WirtschaftsWoche und der Datenspezialist Attensity mit einer Sprachanalysetechnik, wie das Netz über Parteien und Politiker diskutiert.

Attensity Einspalter und Themenseite

Mit 62 868 Einträgen wurde Merkel dabei deutlich häufiger genannt, als ihr Herausforderer (36 485). Allerdings waren fast 66 Prozent der Merkel-Nennungen negativ, bei Steinbrück dagegen nur 32 Prozent. Allein 871 Mal wurde die Aussage gemessen "Angela Merkel schwafelt", die Kanzlerin sei "inkompetent" 267 Mal.

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Ganz anders hingegen die Äußerungen zum Kanzlerkandidaten der SPD: "Steinbrück schlägt sich gut" wurde 523 Mal registriert, zu Merkel gab es dazu nur 202 Nennungen. 392 Mal hieß es in den sozialen Netzwerken „Peer Steinbrück überzeugt“.  

In der Social-Media-Analyse "So-wählt-das-Netz" konnte der Herausforderer damit auch insgesamt ein wenig aufholen. Vor dem Duell lag Merkel mit Zustimmungswerten von 66 Prozent klar vor Steinbrück (33 Prozent). Nun hat der SPD-Kandidat mit 43 Prozent etwas Boden gut gemacht und auch die beiden großen Parteien liegen mit jeweils 30 Prozent gleichauf.    

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