Social-Media-Pannen: Piraten streiten über Twitteraktivitäten

Social-Media-Pannen: Piraten streiten über Twitteraktivitäten

von Oliver Voß

In der Partei häuft sich der Unmut über Peinlichkeiten auf den eigenen Twitter- und Facebookseiten. Der Vorstand zieht erste Konsequenzen, nachdem inzwischen selbst die Schließung der Kanäle gefordert wird.

Wer der Piratenpartei bei Twitter folgen möchte hat seit heute morgen eine Möglichkeit mehr. „Da es Unmut über den Account @Piratenpartei gab starten wir nun dieses Alternativangebot“, verkünden die Macher des selbst ernannten „offiziellen Alternativaccounts“ @PiratenparteiD. Etwas später stellen sie klar, dass der Kanal kein offizielles Sprachrohr der Partei sei – „wir zeigen hier nur wie wir uns das so vorstellen“.

Und auch an anderen Stellen machen Parteimitglieder ihrem Ärger über die Kommunikationsaktivitäten Luft. „Es kam immer wieder vor, dass Aussagen auf Facebook oder Twitter durch den Account verbreitet wurden, die nicht den Grundsätzen der Piratenpartei entsprechen“, heißt es in einer Initiative auf der parteiinternen Meinungsbildungsplattform Liquid Feedback. Der Bundesvorstand werde daher aufgefordert, geschultes Personal für die Social Media Aktivitäten einzusetzen.

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Die Partei streitet über ihre Kernkompetenz

Ein anderer Antrag fordert gar, alle Social Media-Accounts zu schließen. Es gäbe genügend Parteimitglieder mit genug Reichweite im Netz, um offizielle Accounts der Piratenpartei Deutschland überflüssig zu machen. „Des weiteren begibt sich die Partei dadurch seltener in Situationen, sich für Einzelaktionen als Gesamtgruppe rechtfertigen zu müssen.“

Eigentlich galten die Aktivitäten bei Twitter & Co. immer als vorbildlich. Wie kommt es, dass die Partei nun sogar über eine ihrer verbliebenen Kernkompetenzen streitet?

Jüngster Auslöser war ein Artikel am Wochenende. Spiegel Online hatte berichtet, dass Parteichef Bernd Schlömer und sein Vize Sebastian Nerz stärker inhaltlich Position beziehen wollen – auch wenn das in der Basis auf Kritik stoße. Ein großer Aufreger ist das eigentlich nicht, statt dem alten Motto „Themen statt Köpfe“ hat Schlömer schon lange die Parole „Themen und Köpfe“ ausgegeben.

Doch da sich die Aussagen der dazu nicht im offiziellen Protokoll der Vorstandssitzung wiederfanden, wurde vom offiziellen Twitteraccount der Partei und auf Facebook als Reaktion ein Video der HipHop-Truppe „Die Bandbreite“ verbreitet, in der der „Spiegel“ als Lügenblatt bezeichnet wird.

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