François Hollande
Eigentlich wollte François Hollande alles anders machen als sein Vorgänger: Schluss sollte sein mit den ewigen Skandalen im Elysee-Palast, mit denen Nicolas Sarkozy immer wieder für Schlagzeilen gesorgt hatte. Doch der rote Teppich für Hollande war kaum ausgerollt, da stolperte der neue Präsident schon über die erste Falte. Und dazu brauchte es nur 137 Zeichen von Hollandes Lebensgefährtin Valérie Trierweiler: „Guten Mut an Olivier Falorni, der sich nichts hat zu Schulden kommen lassen und der seit so vielen Jahren ohne Eigeninteresse für die Menschen in La Rochelle kämpft“, schrieb sie bei Twitter.
Damit leistete Trierweiler Wahlkampfhilfe für den von seiner Partei geschassten Linken Olivier Falorni, der in La Rochelle gegen Ségolène Royale angetreten war. Royale und Hollande waren jahrelang zusammen gewesen, aus ihrer Partnerschaft gingen vier Kinder hervor. Die neue Flamme des mächtigsten Manns in Frankreich rief also zum demokratischen Attentat an ihrer Vorgängerin auf – kein Wunder, dass das François Hollande in Erklärungsnöte brachte.

Was Twitter betrifft, gibt es Portale, welche die mehr oder weniger gelungenen Tweets unserer Polithelden zusammenfassen, siehe: http://www.politwoops.de/ (gelöschte Poltiker Tweets aus Deutschland) oder http://paper.li/SocialMediaCuts/1338646898 (Poltiker Tweets aus Österreich)