Sorgen der Marktwächter: Monopolkommission knöpft sich Caritas und Diakonie vor

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Die Monopolkommission ist den Wohlfahrtsverbänden gegenüber misstrauisch

von Konrad Fischer

Wohlfahrtsverbände wie Caritas und Diakonie sind wegen ihrer Praktiken bei der Vergabe staatlicher Gelder ins Visier der Monopolkommission geraten.

Das Beratungsgremium der Bundesregierung will sich in seinem nächsten Gutachten mit der engen Verflechtung zwischen Politik und Sozialkonzernen befassen. „Es kann nicht sein, dass die Wohlfahrt auf beiden Seiten der Entscheidung steht“, sagte Daniel Zimmer, Vorsitzender der Monopolkommission, der WirtschaftsWoche. „Es ist zu vermuten, dass die Ergebnisse eher im Sinne der Wohlfahrt als des Steuerzahlers ausfallen.“ Besonders die Entscheidungsstrukturen in den kommunalen Jugendhilfeausschüssen schüren dabei die Sorgen der Marktwächter. In diesen Ausschüssen haben nicht nur lokale Politiker, sondern auch Vertreter der Wohlfahrtsverbände Stimmrecht.

Auch bei anderen Entscheidungen über die Vergabe staatlicher Mittel wie den Pflegesatzverhandlungen sind die Wohlfahrtsverbände nicht nur Auftragnehmer, sondern üben zugleich großen Einfluss auf das Zustandekommen von Entscheidungen aus.

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