SOS-Gipfel: Staatssekretär Otto will Werften trotz der billigeren Konkurrenz aus Asien erhalten

SOS-Gipfel: Staatssekretär Otto will Werften trotz der billigeren Konkurrenz aus Asien erhalten

von Hermann J. Olbermann

Das Treffen der Bundesregierung mit Reedern, Schiffbauern und Schiffsfinanzierern am kommenden Donnerstag will der maritime Koordinator der Bundesregierung, Wirtschaftsstaatssekretär Hans-Joachim Otto, vor allem dazu nutzen, die angespannte Liquidität der Branche verbessern.

„Das Treffen hat einen ganz klaren Fokus, nämlich die Liquiditätslage der maritimen Wirtschaft in Deutschland zu verbessern“, sagte Otto der WirtschaftsWoche.

„Wir haben in der Vergangenheit ja schon spezifische Erleichterungen für diese Branche geschaffen: zum Beispiel die Tonnagesteuer für die Seeschifffahrt, die Innovationsbeihilfen für den Schiffbau oder Ausbildungsbeihilfen. Schließlich haben wir mit dem Wirtschaftsfonds Deutschland ein Instrumentarium, das alle Branchen nutzen können, also auch die maritime.

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Jetzt wollen wir mit den Vertretern der maritimen Branche klären, wie sich die vorhandenen Instrumente so einsetzen lassen, dass sie optimal wirken, ohne andere Branche zu benachteiligen.“

Neue Finanzhilfen des Bundes werde es für die Branche aber nicht geben. „Weitere staatliche Hilfen sehe ich jenseits der vielen bereits bestehenden Instrumente nicht.“

Vielmehr gehe es um privatwirtschaftliche Lösungen. „Es gibt Banken, die sich stärker in der maritimen Wirtschaft engagieren möchten. Sie versuchen, die Liquidität, die es am Kapitalmarkt unstreitig gibt, für den maritimen Bereich zu mobilisieren.“

Erhalt der Werften trotz der billigeren Konkurrenz aus Asien

Der Erhalt der Werften trotz der billigeren Konkurrenz aus Asien sei wichtig für die strukturschwachen Küstenregionen und für den Erhalt der „exzellenten Kompetenz des deutschen Schiffbaus“.

Otto: „Damit sichern wir auch das ausgezeichnete Know-how der Zulieferindustrie in Deutschland. In einigen Bereichen der maritimen Wirtschaft sind wir sogar Weltmarktführer.

Außerdem stehen die meisten Werften in strukturschwachen Gebieten. Für den Standardschiffbau, insbesondere für den Containerschiffbau, sehe ich in Deutschland allerdings keine großen Perspektiven.“

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