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Kommentare zu: Warum unsere Armen nicht arm sind

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21 Kommentare
  • 24.09.2012, 13:28 UhrMoralkapitalist

    Sehr guter Kommentar, teils etwas missverständlich, aber wenn man genau liest oder weiterliest, klärt sich denn vieles auf. Das Problem ist die (teils faktenfreie) Argumentation gerne von beiden Seiten. Dieses Dilemma löst der Artikel sehr gut auf. Der einzige Mangel: Es wird nicht gehört oder wenn doch wohl nicht verstanden werden. Das Fazit wäre eine Besteuerung von (Geld)Vermögen. Aber diverse Talkshows haben bewiesen, dass trotzdem immernoch (Schein?)Argumente dagegen gefunden werden. Arbeit lohnt nicht - weder für Aufstocker, noch für die Leistungselite mit 50% Einkommensteueranteil. ^_^ - "Wer hat, dem wird gegeben" ist in die Abnormalität gedriftet. Und an alle lieben Investoren - Wer "klug" investiert, verschlimmert das Problem, denn die Rendite (eure "Leistung") wird von den Arbeitenden (s.o.) erwirtschaftet und diese für eure Rendite "ihrer Arbeitsleistung enteignet". Kommunismus mit umgekehrten Vorzeichen :P

  • 24.09.2012, 16:37 Uhrichbinsselber

    Ich kann dem vorherigen Kommentar und dabei vor allen den ersten Sätzen anschliessen. Zu Angang erweckt der Artikel eher den Eindruck, das Prekariat in Deutschland solle doch zufrieden sein , denn dem Prekariat in weiten Teilen der Welt oder in Deutschland z.B in der Nachkriegszeit ging es doch unvergleichlich schlechter.Zugegeben,aber dann wird der Artikel doch konkreter. Dass die Anzahl der Millionäre und sogar der Milliardäre seit Beginn der Krise vor 5 Jahren sehr viel stärker gestiegen ist, als in den Zeiten vor der Krise, gibt doch zumindest zu denken.Und das der Anstieg der Stattsschulden seit einigen Jahrzehnten mit einem ähnlichen Anstieg der Vermögen zusammenfällt-Zufall? Ohne das er Volkswirt war, hat Brecht schon in kurzen Reimen dieses Phänomen beschrieben: armer Mann und reicher Mann-standen da und sahn sich an-da wird der arme Mann ganz bleich-und sagt:wärst ich nicht arm wärst du nicht reich!

  • 24.09.2012, 17:02 UhrMargrit

    Der Beitrag ist stellenweise sehr verwirrend, aber recht gut
    Was ich immer nicht mag, sind die Vergleiche mit anderen Ländern und den angeblich so armen Menschen aus Afrika die nach hier kommen. Das wäre mal ein anderes Thema
    In afrika zahlt man auch keine Mieten wie bei uns mur mal als Beispiel
    Zu denken geben aber muß uns, dass in der Krise die Reichen noch reicher geworden sind. Hält man deswegen auf Teufel komm raus am unselien Euro fest?
    Und auch arme oder ungerechte Lebensweisen müssen viel differenzierter betrachtet werden.
    Wenn bei uns ein Rentner nach 35 oder 40 Jahren voller Arbeit dann mal gerade zwischen 900 und 1000 € Rente bekommt, auch noch Kidner großgezogen hat, stimmt etwas nicht. Die Rente ist keine Sozialleistung, wie die Politiker uns immer suggerieren wollen, sonden die Rentenvers. ist die Vers. der Bürger, in die wir selbst, je nach Gehalt, hohe Beiträge einzahlen
    Würde der Staat diese, unsere Vers. nicht als Eigentum ansehen und sie zweckentfremden, sähe das auch schon vieles anders aus. Hier wäre mal ein Klage dringend nötig, ich prüfe dies gerade.
    Mit 1000 € nach Abzug von Miete, Strom usw. hat ein Rentner quasi unterm Strich nichts mehr und wird aus der kulturellen Gesellschaft entsorgt. Denn Karten für Kino, Theater oder sontiges sind da kaum noch drin
    Auch einen Arbeitslosen, der 20 oder 30 Jahre gearbeitet hat und arbeitslos wird, als Asozialen zu behandeln und ihn mit den Sozialhilfekarrieren auf eine Stufe zu stellen ist Volksverachtung
    Hier muß mal wieder getrennt werden, zwischen einem Arbeitslosen der einen neuen Job sucht und den wirklich Asozialen und Schmarotzern, denen es in der Alimentierung z. T. recht gut gefällt und ein Kind nach dem anderen bekommt, da jedes Kind bares Geld ist. Leider landen diese Kinder dann oftmals in auffanggruppen wie der Arche.
    Hier wäre auch von Staats wegen mal ein Tritt hintenrein nicht schlecht.
    Man sieht, Pauschalisierung ist verzerrend und gibt die Wirklichkeit nicht wirklich her

  • 24.09.2012, 20:02 Uhrgerti

    Sind jetzt alle verrückt geworden? Bei 1% Zinsen und 2,5 % Inflation wollen Sie auch außer den 29 % Quellensteuern ( gesamt mit Soli und Kirchenst.) auf die 1 % auch noch eine Vermögensabgabe ? d. h. das Vermögen soll in 30 Jahren verbraten werden? Dafür habe ich nicht 50 Jahre gearbeitet, dann muß ich mich leider aus D. verabschieden.

    • 27.09.2012, 23:56 UhrArmesEutschland

      Mit dieser Arm-Reich-Debatte wollen die Politiker einen Schuldigen für ihre eigenen Fehler finden und dem Volk zum Fraß vorwerfen.
      Bei diesem Nährboden könnte es gelingen. Man sollte wirklich aus dieser EU auswandern.

      Die Politik hat die Fehler gemacht - und gleich mehrfach wiederholt.
      Trotzdem erhoffen diese Intelligenzbestien ein anderes Ergebnis.
      Es wird alles getan, um die Vereinigten Pleitestaaten Europas zu schmieden. Zahlen soll das der Mittelstand. Die "wirklich" Reichen haben ihr Geld längst außer Landes gebracht. Wer will es Ihnen verdenken?

      In unserem Land läuft so viel schief - und wir haben keine Opposition, welche den Namen verdient. Wir können nur hoffen, dass die Freien Wähler auch außerhalb Bayerns gewählt werden.
      Ansonsten verliert Deutschland alles - zugunsten dieses Kunstprojektes EU.

      Für mich ist das ein Putsch der Politiker gegen das eigene Volk!
      Schaut mal alle bei rottmeyer.de rein. Dort gibt es ein interessantes neues Video von Prof. Schachtschneider!

  • 25.09.2012, 00:07 Uhrmanni24

    Nur nebenbei... die sachlichen Kosten der Euro-Einführung (Umstellung von Kassen, Automaten, EDV-Systemen... endlose Liste in nie bezifferter Milliardenhöhe über alle EU-Staaten) hat wer bezahlt? Die Unternehmen und staatlichen Institutionen aus der Portokasse oder der Endverbraucher und Steuerzahler über höhere Preise, Gebühren und Steuern?

    Und wer hat profitiert? ...Banken, die ihre Währungsabteilungen abschmelzen, international tätige Unternehmen, die ihre Währungsrisiken eindampfen konnten und nebenbei natürlich alle, die direkt an der Euro-Einführung kräftig mitverdient haben. Software-Buden, Kassen- und Automatenhersteller...

    Und jetzt drehen wir eine neue Runde... die "Energiewende" muß bezahlt werden, ohne der Industrie zu schaden. Wer zahlt? ...genau!!! ...die gleichen Typen, wie zuletzt bei der
    Euro-Einführung.

    Noch einige dieser absolut notwendigen, alternativlosen, total coolen Projekte und die Umverteilung von unten nach oben wird nur dadurch ein Ende nehmen, daß unten nichts mehr zu holen ist.

    Dann gibt es eine Erholungsphase, um unten wieder etwas anzusparen, was mit dem nächsten Hype nach oben durchgereicht werden kann.

  • 25.09.2012, 05:33 UhrJoselyn

    Dieser Bericht ist blanker Unsinn. Die Merkel-Regierung hat es schließlich durch Dumpinglöhne und Zeitarbeit geschafft, dass Deutschland zu einem Billiglohnland wurde. Von einem Sozialstaat und der Demokratie sind wir weit entfernt, wir haben eher eine "diktatorische Demokratie", bei der einige wenige das Sagen haben und man als normaler Bürger und Wähler hilflos zusehen muss.

    Die Euro-Rettung hätte nur dann funktionieren können, wenn es für alle betroffenen Länder eine Finanz- und Wirtschaftspolitik geben würde. Kein einziges Land wird allerdings bereit sein, seine Souveränität aufzugeben. Im Gegenteil, die werden uns abzocken bis zum geht-nicht-mehr und das alles auf dem Rücken der Steuerzahler dank einer unfähigen Regierung.

    Immer mehr Menschen werden und sind arbeitslos oder erhalten nur Minimallöhne. Wir haben 1,5 Millionen arbeitslose Jugendliche, bereits jetzt gehen 120.000 Rentner arbeiten, weil sie sich mit ihrer Rente nicht einmal den Lebensunterhalt sichern können.

    Second Magazine vom 08.04.12:
    Aufgrund des Artikels (Thema Arbeitslosigkeit in Deutschland) hatten wir eine tiefergehende Analyse vorgenommen, und wir kamen zu dem Schluss, das darf doch nicht wahr sein:
    5,4 Millionen Menschen empfangen ALG I+II. (Statistisches Bundesamt)
    8,8 Millionen Menschen ernähren sich unterhalb des Mindestlohnes (DGB 14.03.12)
    18 Millionen Menschen bekommen Geld zur Grundsicherung (Statistisches Bundeamt)
    nicht weniger als 32 Millionen Menschen haben im Monat weniger als 400,00 €. Das lässt sich auch nicht mit den immer wieder gefälschten Zahlen beschönigen.

    Und das alles wegen ein paar Wenigen, die sich ihr Ego aufpolstern müssen und ihre Kassen noch weiter füllen wollen, wird ein ganzes Land geopfert. Da brauche ich persönlich keine Statistiken, es reicht der gesunde Menschenverstand. Natürlich bereichern sich einige Wenige dank dieser Konstellation immer mehr.

  • 25.09.2012, 07:34 UhrEinhandsegler

    Mit Verlaub gesagt: es ist blanker Zynismus vom Format eines Mit Romney, Armut damit zu leugnen, dass Menschen anderswo ums nackte Überleben kämpfen.
    Menschen mit geringen Einkommen zuzurufen: "Ihr könntet ja reich sein, keiner hindert euch daran" ist schlichtweg asozial und trifft sehr gut den Kern des Problems.
    Schade dass die Wirtschaftswoche heutezutage vor diiesem Karren läuft.
    M.Hucke

  • 25.09.2012, 22:38 UhrMaNic22

    Sehr guter Artikel, wie ich finde. Die Kritik eines Vorkommentators, dass es zynisch sei auf ernsthaft Hungernde zu verweisen und so Armut herunter zu spielen, muss abgewiesen werden, da der Autor nicht fordert, dass wir dann auch dies zu unserem Armutsstandard erheben sollten - ja sagt ja sogar, dass wir nicht einmal den angelsächsischen anstreben sollten. Vielmehr meint er berechtigterweise, dass man mit den heutigen Grundsicherheiten zufrieden sein kann und dass diese zugleich nicht das eigentliche Problem ausmachen, sondern das Übermaß am anderen Ende der Gehaltskette.

    Es ist nebenbei diese Rentierswirtschaft auch leicht zu beklagen, aber diesbezüglich eine Lösung zu finden, die die Marktwirtschaft nicht zu sehr aushebelt, ist mit Sicherheit sehr komplex - ich als Nicht-VWLer kann da nur auf gute Vorschläge hoffen und reagieren.

  • 26.09.2012, 13:17 UhrNachdenker

    Ich verweise hier mal auf den Artikel aus www.bildblog.de, wo die Denkfehler des Herrn Knauß detailliert aufgezeigt, um nicht zu sagen, seziert werden. Viel mehr ist hier wohl nicht anzumerken, vielleicht sollte sich die WW mal nach kompetenten Kommentatoren umsehen.

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