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Kommentare zu: Betreuungsgeld für Hartz-IV-Empfänger ökonomisch überflüssig

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2 Kommentare
  • 20.10.2012, 07:15 UhrJoselyn

    Frau Merkel und Co haben Deutschland zu einem Billiglohnland werden lassen durch die Dumpinglöhne und Zeitarbeit. Unternommen dagegen wurde nichts, von keiner Partei. Wirtschaft und Industrie sind zufrieden und haben mehr Geld übrig zum "Spenden" und für ihre eigenen Taschen. Die wollen gar keine Facharbeiter in großen Mengen, die können ja mehr Gehalt verlangen als jemand, der in dem Beruf nicht ausgebildet ist.

    Die Kehrseite ist, dass die Bevölkerung kein Geld mehr hat zum konsumieren und durch die Minilöhne auch nur Ministeuern in die Kassen gezahlt werden.

    Immer mehr Menschen werden und sind arbeitslos oder erhalten nur Minimallöhne. Wir haben 1,5 Millionen arbeitslose Jugendliche, bereits jetzt gehen 120.000 Rentner arbeiten, weil sie sich mit ihrer Rente nicht einmal den Lebensunterhalt sichern können.

    Second Magazine vom 08.04.12:
    Aufgrund des Artikels (Thema Arbeitslosigkeit in Deutschland) hatten wir eine tiefergehende Analyse vorgenommen, und wir kamen zu dem Schluss, das darf doch nicht wahr sein:
    5,4 Millionen Menschen empfangen ALG I+II. (Statistisches Bundesamt)
    8,8 Millionen Menschen ernähren sich unterhalb des Mindestlohnes (DGB 14.03.12)
    18 Millionen Menschen bekommen Geld zur Grundsicherung (Statistisches Bundeamt)
    nicht weniger als 32 Millionen Menschen haben im Monat weniger als 400,00 €. Das lässt sich auch nicht mit den immer wieder gefälschten Zahlen beschönigen.

    Es gibt also genug Menschen in Deutschland, die mittlerweile von wenig Geld leben müssen. Was ist eigentlich mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz ? Es darf nicht wahr sein, dass Hartz IV Empfänger diese Leistung nicht erhalten sollen.

  • 22.01.2013, 12:22 UhrMaier

    Ob "Hartz IV" wirklich "faul" macht, möchte ich nicht beurteilen. Von der Hand zu weisen ist diese Begrifflichkeit aber nicht. Beispiel: Mein Mann - Generation "ü 40" hat einen Realschulabschluß sowie eine abgeschlossene Lehre als Kfz-Mechaniker zzgl. Zusatzausbildungen. Obwohl der Tarif der IGM eigentlich sehr gut ist, verdiente er bei einer vertraglich vereinbarten 45-Stunden-Woche, die meist noch überschritten wird, lediglich 1.600,-- Euro brutto. Davon kann eine vierköpfige Familie in Deutschland (Raum Stuttgart) beileibe nicht existieren. Aber leider kann man sich seine Arbeitsstellen heute in den Ballungsgebieten kaum noch aussuchen. Als er seinen Chef, der für ihn während der Probezeit vom Staat noch 50% Zuschuss zu diesem Dumpinglohn erhalten hat, auf die finanzielle Situation ansprach, war er draußen. Fazit: ausgebildete Facharbeiter verdienen in Deutschland deutlich unter Hartz IV (das liegt bei einer vierköpfigen Familie inkl. Wohngeld bei ca. 1.600,-- Euro), der Staat unterstützt das Lohndumping noch durch großzügige Bezuschussung an die einstellenden Firmen, zahlt darüber hinaus an den Arbeitenden noch Sozialleistungen in Höhe von mehreren hundert Euro, denn Arbeit soll sich ja lohnen, und wundert sich, dass die Einen, Ungelernten, "hartzen" zum Beruf erklären, und er selbst zum Anderen pleite geht. Hauptsache, die Statistiken stimmen, denn jeder arbeitende Bürger, vom Ein-Euro-Jobber bis Krösus, taucht in der Arbeitslosenstatistik nicht als solcher auf. Hurra! - S. Maier

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