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Sparkassen-Callcenter: Verdi kündigt unbefristeten Streik an

Quelle: Handelsblatt Online

Direkt nach der Urabstimmung am Mittwoch könne der Streik bei S Direkt-Marketing beginnen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Das Unternehmen will seinen Mitarbeitern zwar mehr Geld zahlen - aber erst ab Dezember 2013.

Sparkassen-Mitarbeiter bei einem Protest: Bei S Direkt ist ein unbefristeter Streik angekündigt. Quelle: dapd
Sparkassen-Mitarbeiter bei einem Protest: Bei S Direkt ist ein unbefristeter Streik angekündigt. Quelle: dapd

Berlin/HalleSparkassen-Kunden in ganz Deutschland müssen weiter mit Schwierigkeiten rechnen, das zentrale Callcenter ihrer Bank zu erreichen. Die Gewerkschaft Verdi kündigte am Dienstag einen unbefristeten Streik der Mitarbeiter bei S Direkt-Marketing in Halle/Saale an. Am Mittwochnachmittag soll das Ergebnis der Urabstimmung vorliegen. Der Streik könne unmittelbar danach beginnen, teilte Verdi mit. Einer Mitteilung zufolge war eine letzte von der Gewerkschaft gesetzte Frist zuvor verstrichen. Das Unternehmen zeigte kein Verständnis für die Androhung und rief die Arbeitnehmer zu weiteren Gesprächen auf. Bereits zuvor hatte es Arbeitsniederlegungen gegeben.

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Die Gewerkschaft fordert einen Haustarifvertrag und mehr Geld für die rund 800 Beschäftigten - und zwar sofort. S Direkt dagegen ist zwar bereit, die geforderten 8,50 Euro pro Stunde zu zahlen - allerdings frühestens ab Dezember 2013. Die Gehälter sofort anzuheben, würde Arbeitsplätze gefährden und den Verlust von Kunden zur Folge haben, erklärte Geschäftsführer Thomas Henkel.

Verdi betonte, mit einem unbefristeten Streik würde das Callcenter zwar weiterhin nicht ganz lahmgelegt, auf längere Sicht aber doch deutlich in der Arbeit beeinträchtigt. Möglicherweise müssten die Mitarbeiter in den Filialen häufiger selbst zum Telefon greifen. S Direkt dagegen betonte, der ordnungsgemäße Betrieb sei - wie auch während der Streikaktionen der vergangenen Wochen - sichergestellt.

Die Callcenter-Mitarbeiter vereinbaren im Auftrag der Sparkassen unter anderem Termine mit Kunden und sperren im Notfall auch Kreditkarten. Außerdem betreiben sie Marktforschung. Laut Verdi gibt es außer Halle noch drei weitere, allerdings sehr kleine Standorte von S Direkt in Deutschland. Im Tarifkonflikt gehe es im Wesentlichen um Halle, hieß es.

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