
„Demokratie statt Bankenmacht“: Der Anti-Banken Zeichentrickfilm der SPD kritisiert den Kasinokapitalismus und inszeniert Banker als „Zocker der Finanzmärkte“. Bisher wurde der Film allerdings erst rund 1270 Mal aufgerufen.
„Steuer gegen Armut: Erklärt in 84 Sekunden“: Das Video der Organisation Oxfam erklärt das vermeintliche Allheilmittel, die so genannte Finanztransaktionssteuer. Auch dieser Film steht auf der Homepage zur SPD-Kampagne.
Die Schauspieler Heike Makatsch und Jan Josef Liefers setzten sich ebenfalls für die Finanztransaktionssteuer als „Steuer gegen Armut“ ein.
Auf der extra eingerichteten Webseite (http://www.spd.de/aktuelles/wir_sind_viele) wettert die SPD gegen die Banken. Neben Berichten und Interviews gibt es einen Zeichentrickfilm, in dem die SPD Bankmanager als gierige Zocker am Roulettetisch darstellt. Auch weitere Anti-Banken-Videos, etwa für die Finanztransaktionssteuer, werden gezeigt.
Bereits während der Klausurtagung in Potsdam Ende Januar gab Parteichef Sigmar Gabriel die Marschroute für den Bundestagswahlkampf 2013 bekannt: Statt den politischen Gegner zu attackieren, stehen diesmal die Banken im Schussfeld der Sozialdemokraten. „Unsere Gegner sind die Finanzmärkte“, sagte Gabriel.
Mit dem Flugblatt „Wir sind viele – Demokratie statt Bankenmacht“ will die SPD auf ihre Kampagne aufmerksam machen. Die Genossen fordern unter anderem die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, damit die Zocker selber für ihre Spekulationen haften. Außerdem will sich die SPD verstärkt für das Trennbankensystem einsetzen, einer Trennung von Investment- und Geschäftsbanken.
Der SPD-Leitfaden „Wir sind viele“: In einem Brief an die Parteifreunde schwört die SPD die Genossen auf ihre Kampagne ein. Die Parteimitglieder werden dazu aufgerufen, sich aktiv an den Aktionen der Occupy-Bewegung zu beteiligen.
Vorbild Occupy: Auf ihrer Webseite unterstützen die Sozialdemokraten den Aufruf „Banken in die Schranken“ von „Campact“. Die Nichtregierungsorganisation setzt sich nicht nur für die Regulierung der Finanzmärkte ein, sondern kämpft auch gegen das Atommüllendlager im niedersächsischen Gorleben und kritisiert die „Bahnopoly“ genannte Privatisierungspolitik.
Die aktuelle Kampagne der Sozialdemokraten erinnert stark an die „Heuschrecken-Diskussion“ 2005. Der frühere SPD-Bundesvorsitzende Franz Müntefering sagte damals in einem Interview: „Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten – sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter. Gegen diese Form von Kapitalismus kämpfen wir.“










