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SPD-Kandidat: Steinbrück wünscht sich höheres Kanzler-Gehalt

29. Dezember 2012, aktualisiert 29. Dezember 2012, 12:42 Uhr
Quelle: Handelsblatt Online

Als ob die Debatten um seine Vortragshonorare nicht genug wären, gibt SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück seinen Kritikern neues Futter. Er beklagt das Kanzler-Gehalt: „Nahezu jeder Sparkassendirektor verdient mehr.“

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück beklagt, dass das Gehalt des Bundeskanzlers zu niedrig ist. „Ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin verdient in Deutschland zu wenig - gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muss und im Verhältnis zu anderen Tätigkeiten mit weit weniger Verantwortung und viel größerem Gehalt“, sagte Steinbrück der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ laut Vorabbericht. „Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin.“

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Im Mai hatte die Bundesregierung erstmals seit zwölf Jahren wieder eine Erhöhung ihrer eigenen Bezüge beschlossen. Das Gehalt Merkels erhöht sich demnach bis Mitte 2013 schrittweise um 930 Euro auf rund 17.016 Euro. Dazu kommt die steuerfreie „Dienstaufwandsentschädigung“ von gut 1.000 Euro im Monat. Ihre Bundesminister verdienen ab Jahresmitte 13.794,70 Euro, die Parlamentarischen Staatssekretäre 10.573,22 Euro.

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Muss sich das Finanzministerium wirklich Gesetze von einer Kanzlei ausarbeiten lassen? Und darf Ex-Ressortchef Steinbrück bei dieser Anwaltskanzlei dann einen gut dotierten Vortrag halten? Die Linke hat ihre Zweifel.

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Der Ex-Finanzminister kritisierte auch die Diskussion um die Bezahlung von Abgeordneten. Mitglieder des Bundestages arbeiteten fast 7 Tage die Woche, durchschnittlich 12 bis 13 Stunden. Sie seien gemessen an ihrer Leistung nicht überbezahlt. „Manche Debatte, die unsere Tugendwächter führen, ist grotesk und schadet dem politischen Engagement“, urteilte er.

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Sein Verhältnis zum Geld bezeichnete Steinbrück als „rein instrumentell“. Es habe Zeiten gegeben, in denen er sehr wenig Geld gehabt habe. „Heute bin ich, jedenfalls aus der Sicht vieler Menschen, ein vermögender Sozialdemokrat. Aber Geld löst bei mir keine erotischen Gefühle aus“, sagte der SPD-Politiker.

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Kommentare | 19Alle Kommentare
  • 31.12.2012, 17:20 Uhrsteigenberger

    Alle sozialdemokratischen Wähler, die schwer malochenden Stahlwerker,

    die Arbeitnehmer, die under der Sozi-Agendapolitik seit 2002 ge-

    litten haben sollten Peer "Gierbrück" klare Kante zeigen bei den

    Wahlen u. lieber eine andere linke Partei wählen, die nicht so die

    Interessen der Bürger verrät u. deren "Spitzenpersonal" nur als "Pöst-

    chenjäger" wie die Made im Speck leben will, dazu gehören auch manche

    Gewerkschaftsbosse sh. "VW-Affäre" !!

    Lieber Obergenosse peer links reden u. rechts leben auf unsere Kosten

    läuft nicht mehr !! - spd, die 20% Partei lässt grüssen.

  • 31.12.2012, 17:10 Uhrskl

    Da hat der steinbrueck eigentlich Recht, sch(m)eisst die Politiker zu mit Geld, im Gegenzug dauerfen die dann nach dem Amt oder Abgeordnetendasein keinen anderen Verdienst mehr haben, ebenso keine Nebenverdienste! Lobbyismus und Korruption wird mit min. 25 Jahren Gefaengnis bestraft und der Politiker (die /-in auch, fuer unsere Gruen-Gutsis) darf sich ausschliesslich nur noch wirklich um das Wohl des Landes kuemmern und MUSS seinen Amtseid halten! Dann ist's ok, also jede Menge Aenderungsbedarf bis dahin. Ach der Steinbrueck ... der hat doch jetzt schon bei den meisten verschissen ... man waehlt "die Merkel oder den Setinbrueck", nicht die Politik, die beide verkoerpern, sofern sie es tun ... das ist eine Demokratie 3. Grades, nicht wie die Schweiz!

  • 30.12.2012, 21:17 Uhrbonafide

    Das Genie Steinbrück hat natürlich Recht wenn er sagt, jeder Sparkassendirektor habe mehr Gehalt als die Bundeskanzlerin. Das hat seinen Grund. Die Kenntnisse der Ökonomie generell und die der Betriebswirtschaft der Sparkassen/Bankdirektoren gehen weit über die Kenntnisse eines Kanzlers und hier die einer Physikerin hinaus. Das gilt auch für einen Versager , Oberbluffer und Maulaufreißer Steinbrück.

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