SPD-Kanzlerkandidat: Seehofer rechnet mit hartem Wahlkampf

SPD-Kanzlerkandidat: Seehofer rechnet mit hartem Wahlkampf

, aktualisiert 30. Januar 2017, 15:52 Uhr
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Der bayerische Ministerpräsident rechnet mit einem harten Wahlkampf gegen die SPD und deren Kanzlerkandidaten Martin Schulz.

Quelle:Handelsblatt Online

CSU-Chef Horst Seehofer sieht ein hartes Wahljahr auf sich zukommen. SPD-Kandidat Martin Schulz mache den Wahlkampf „anspruchsvoller“. Derweil versuchen die Spitzen von CDU und CSU auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

MünchenDer Bundestagswahlkampf wird durch die Kanzlerkandidatur des SPD-Politikers Martin Schulz nach Einschätzung von CSU-Chef Horst Seehofer für die Union schwieriger. „Es ist für uns durch die Neuigkeit und durch das, was dadurch ausgelöst wird, ein Stück anspruchsvoller“, Seehofer am Montag vor einer Sitzung des Parteivorstands in München. Die Ankündigung von SPD-Chef Sigmar Gabriel, zugunsten von Schulz auf den Parteivorsitz und eine Kanzlerkandidatur zu verzichten, hat die SPD beflügelt. „Es ist gut, wenn man im politischen Wettbewerb die Konkurrenz ernst nimmt“, sagte Seehofer. „Jetzt nehmen wir die neue Sachlage an.“

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer verwies darauf, dass die SPD in Wahlumfragen auch nach Schulz' Kandidatur weit hinter den Werten der Union zurückliegt. „Es ist nicht der Mega-Martin, sondern einfach nur die Gut-20-Prozent-SPD“, sagte Scheuer. Umfragen von ZDF und ARD sehen die Sozialdemokraten aktuell bei auf 24 beziehungsweise 23 Prozent deutlich hinter der Union mit 36 (ZDF) und 35 (ARD) Prozent.

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Die Spitzen der Unionsparteien wollen am Sonntag und Montag in München den Grundstein für ihren gemeinsam Wahlkampf legen. Bei der gemeinsamen Präsidiumssitzung soll auch das Zerwürfnis zwischen CSU-Chef Seehofer und CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Flüchtlingspolitik offiziell beendet werden. Seehofer sagte, ungeachtet der Differenz über die von ihm geforderte Obergrenze für neu aufzunehmende Flüchtlinge überwögen die inhaltlichen Gemeinsamkeiten von CDU und CSU. Deshalb solle Merkel gemeinsame Kanzlerkandidatin beider Parteien werden. „Wir haben jetzt eine sehr tragfähige Basis mit der CDU, mit der Bundeskanzlerin“, sagte Seehofer, der sich am Sonntag mit Merkel getroffen hatte.

CSU-Vorstandsmitglied Markus Söder bezeichnete die Unterstützung Merkels durch die CSU als „logisch“, verwies aber auf die Unzufriedenheit vieler CSU-Anhänger mit der Kanzlerin und ihrer Flüchtlingspolitik. „Wir werden noch eine Menge Überzeugungsarbeit in diesem Wahlkampf zu leisten haben an unserer Basis und in der Bevölkerung“, sagte Söder, der zu den größten Rivalen Seehofers in der CSU zählt. Es sei wichtig, dass die CSU auf der Obergrenze beharre.

Quelle:  Handelsblatt Online
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