SPD-Kanzlerkandidat: Was spricht für ein persönliches Erwerbskonto?

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SPD-Kanzlerkandidat: Das steckt im Zukunftsplan von Martin Schulz

Was spricht für ein persönliches Erwerbskonto?

Es soll jeden Arbeitnehmer motivieren, sich Zeit für Weiterbildung zu nehmen, den eigenen Lebenslauf zu stärken, um auf dem digitalen Arbeitsmarkt überleben zu können. Angesprochen werden sollen vor allem junge Leute, die ihre Startchancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern sollen.

Hat das Modell auch einen sozialen Aspekt?

Soziologen und Arbeitsmarktexperten hoffen, dass mit staatlich unterstützen Erwerbskonten die Chancengleichheit steigt. Berufseinsteiger aus ärmeren und bildungsfernen Haushalten haben schlechtere Bedingungen als Kinder aus wohlhabenden Familien, wo die Eltern auch mal „irgendwas mit Medien“ oder ein Alibi-Studium finanzieren, selbst wenn das am Ende nichts wird.

Arbeitsmarkt „Sabbatical für alle“ und andere Revolutionen

Eine gewerkschaftsnahe Kommission hat über die Arbeitswelt in Zeiten von Digitalisierung und Globalisierung gebrütet. Viele der erarbeiteten „Denkanstöße“ werden Arbeitgebern nicht gefallen.

Die Digitalisierung verändert ganze Berufsfelder. Quelle: dpa

Was wollen die anderen Parteien?

Die Union will nach der Wahl Familienzeitkonten einführen. Mit angesparter Zeit sollen Familien die Chance auf Elternzeit, Weiterbildung oder Sabbaticals bekommen. „Das Familienzeitkonto hilft Familien in jeder Lebensphase“, sagte die Vorsitzende der Frauen Union, Annette Widmann-Mauz (CDU, dem „Focus“. Die Grünen wollen jedem, der eine gute Firmenidee hat, einmalig ein flexibles und zinsfreies Darlehen von bis zu 25.000 Euro zahlen.

Studie Die meisten Deutschen wollen das Grundeinkommen

Macht es faul oder werden wir glücklich und kreativ? Kaum eine wirtschaftspolitische Idee wird so heftig diskutiert wie das Grundeinkommen. Erstmals zeigen internationale Daten, was die Menschen davon halten.

Macht das bedingungsloses Grundeinkommen faul? Oder doch eher kreativ und glücklich? Quelle: Fotolia

Wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht sinnvoller?

Dieses Modell hat viele Fans, darunter Topmanager wie Siemens-Chef Joe Kaeser oder der Inhaber der dm-Drogeriemarkt-Kette, Götz Werner. Letzterer fordert, jedem Bürger bis zu 1200 Euro monatlich auszuzahlen. Arbeitsministerin Nahles hält davon nichts. Ein Grundeinkommen - unabhängig von Bedürftigkeit und Arbeit - sei keine adäquate Antwort, berge erhebliche ökonomische Risiken, heißt es aus dem Ministerium. Mehr Gerechtigkeit sei fraglich: „In der Konsequenz ist zu befürchten, dass das bedingungslose Grundeinkommen eher zur Spaltung der Gesellschaft führt und insbesondere benachteiligte Menschen zunehmend ausgegrenzt würden.“ Die OECD warnt nach einem 23-Länder-Vergleich, im Schnitt würde ein bedingungsloses Grundeinkommen knapp 50 Prozent unter der Armutsgrenze liegen.

Konzepte zur Förderung eines bedingungslosen Grundeinkommens

  • Thomas Straubhaar, Ökonom

    1000 Euro finanziert durch...

    - 50 % Steuer auf jedes Einkommen aus Arbeit und Kapital
    - Prinzip der negativen Einkommensteuer: Verrechnung Grundeinkommen mit Steuerschuld
    - Abschaffung aller Sozialabgaben und -leistungen

  • Götz Werner, dm-Gründer

    1000 Euro finanziert durch...

    - Arbeit von Kosten befreien
    - Konsumsteuer: Verbrauch von Gütern, Ressourcen und Dienstleistungen mit circa 100 % besteuern
    - Versicherungen ersetzen oder reduzieren

  • Die Linke/Bündnis BGE

    1000 Euro* finanziert durch...

    - Steuererhöhungen, u. a. von hohen Vermögen
    - BGE-Abgabe
    - Bürokratieabbau

    *bzw. 50% des Volkseinkommens

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