SPD-Neuaufstellung: Özoguz hört als SPD-Vize auf - Kohnen soll nachfolgen

SPD-Neuaufstellung: Özoguz hört als SPD-Vize auf - Kohnen soll nachfolgen

, aktualisiert 13. November 2017, 11:13 Uhr
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Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung und SPD-Bundesvize Aydan Özoguz will sich beim Parteitag im Dezember nicht erneut zur Wahl stellen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Neuorientierung der SPD greift nun auch in den personellen Bereich: Als Konsequenz aus dem Wahldesaster will sich die bisherige stellvertretende Vorsitzende Aydan Özoguz beim Parteitag nicht erneut zur Wahl stellen.

Berlin/HamburgDie personelle Neuaufstellung der SPD nach dem Wahldesaster nimmt knapp vier Wochen vor dem Parteitag konkretere Formen an. Die bisherige stellvertretende Vorsitzende Aydan Özoguz will sich beim Parteitag Anfang Dezember in Berlin nicht erneut für das Amt bewerben - aber mit dafür sorgen, dass der Posten wieder an eine Frau geht.

„Ich habe mich entschieden, nicht wieder als stellvertretende Parteivorsitzende zu kandidieren, um Natascha Kohnen dieses Amt zu ermöglichen und unserer Partei im Süden wieder zur Stärke zu verhelfen“, sagte Özoguz der Deutschen Presse-Agentur.

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Kohnen ist SPD-Landeschefin in Bayern und soll dort die Genossen 2018 als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl führen. „Wir brauchen mehr Unterstützung für starke Frauen in unserer Partei“, sagte Özoguz. Zuvor hatte bereits Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) im „Spiegel“ Parteichef Martin Schulz daran erinnert, das die neue SPD weiblicher werden solle.

Mit Kohnens Kandidatur dürften die Chancen von Noch-Juso-Chefin Johanna Uekermann, einen der heiß begehrten sechs Stellvertreterposten in der SPD zu bekommen, deutlich sinken. Sie kommt wie Kohnen aus Bayern.

Die Hamburgerin Özoguz ist seit der großen Koalition 2013 und auch derzeit noch Integrationsbeauftragte und Staatsministerin im Kanzleramt. Sie will sich künftig weiterhin in der SPD-Führung einbringen und deshalb für den Parteivorstand kandidieren. Dort wolle sie sich weiter um die Themen Migration und Integration kümmern, vor allem mit Blick auf die Bekämpfung von Fluchtursachen. „Dafür wollen Martin Schulz und Andrea Nahles eine Schnittstellenfunktion zwischen Fraktion und Partei schaffen, eine Aufgabe, die ich gerne übernehme.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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