SPD-Präsidium: Gute Stimmung bei der Kandidatenkür

SPD-Präsidium: Gute Stimmung bei der Kandidatenkür

Einstimmig haben sich Präsidium und Vorstand der SPD heute darauf geeinigt, Gesine Schwan zur Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten zu küren.

Noch nicht einmal Enthaltungen habe es im 45-köpfigen Vorstand gegeben, hieß es – und das bedeutet viel, schließlich ist der konservative Flügel der Partei von der Kandidatur Schwans nicht unbedingt begeistert, weil die SPD-Politikerin in der Bundesversammlung auf die Stimmen der Linkspartei angewiesen wäre. Partei-Vize Frank-Walter Steinmeier etwa hatte sich in den SPD-Gremien entschuldigen lassen. Er nahm an einem Termin in Leipzig teil.

Die Universitäts-Professorin war am Morgen in einem Jackett so rot wie das Parteilogo ins Willy-Brandt-Haus geeilt. Gesine Schwan sagte nach dem Spitzentreffen, dass sie die Demokratie, die gerade in einer kulturellen Krise stecke, wieder stärken wolle. Und dazu wolle sie vor allem „Politik transparent machen“.

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Wie sie es selbst mit der Transparenz hält, dazu äußerte Gesine Schwan sich am Montag nicht. Auch im Parteivorstand, so berichten Teilnehmer, erwähnte kein einziges Mitglied den „Fall Ratiopharm“. Dabei hatten nahezu alle Mitglieder am Wochenende den Bericht der WirtschaftsWoche gelesen und per Fax weitergesendet. „Die Anschuldigungen haben wir doch alle gelesen. Aber heute sollte mit der Kandidatur gute Stimmung verbreitet werden. Es gab nicht eine kritische Stimme gegen Frau Schwan“, sagt ein Vorstandsmitglied. Die Kandidatin sei demonstrativ mit großem Applaus begrüßt worden.

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