SPD-Vize: Olaf Scholz hält Angela Merkel für angeschlagen

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Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz.

von Dieter Schnaas und Max Haerder

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz  hält Angela Merkel für geschwächt: „Gut steht sie ja gerade nicht da“, sagte Scholz im Interview mit der WirtschaftsWoche.

Zu den Wahl-Aussichten fügte Olaf Scholz hinzu: „Natürlich ist die Kanzlerin zu schlagen; auch 2017.“ Trotz schlechter Umfragewerte und der Diskussion um SPD-Chef Sigmar Gabriel mahnt der Partei-Vize deshalb zu Ruhe in der Kanzlerkandidatendebatte: „Die SPD und ihr Vorsitzender sind klug beraten, sich in dieser Frage nicht treiben zu lassen. Ich empfehle strategische Geduld. Wir müssen das Richtige tun, ohne darauf zu schielen, wann sich das auszahlt“, sagte Scholz der WirtschaftsWoche.

Gabriels Vorschlag, mehrere Kandidaten um eine Kandidatur bewerben zu lassen, kritisierte er indirekt: „Eine solche Abstimmung machte nur Sinn, wenn es mehrere Kandidaten gäbe, die gegeneinander antreten wollen.“

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Der Hamburger Bürgermeister will einen Wahlkampf um die arbeitende Mitte: „Wir machen – frei nach Bill Clinton – Politik für Menschen, die sich anstrengen und an die Regeln halten.“ Dazu gehörten insbesondere auch Menschen, die den Mindestlohn verdienen: „Auch diese Beschäftigten gehören zu den Leistungsträgern unserer Gesellschaft. Hier liegt die größte moralisch-ökonomische Herausforderung, die sich unserer Volkswirtschaft überhaupt stellt: dass so viele, die sich anstrengen und vieles richtig machen, trotzdem nicht weit kommen. Da müssen wir ran“, sagte Scholz im WirtschaftsWoche-Interview.

Kanzlerkandidat der SPD Scholz will keinen Konkurrenzkampf mit Gabriel

Mehrere Bewerber wären doch schön, sagt SPD-Chef Sigmar Gabriel im Hinblick auf den Kanzlerkandidaten seiner Partei. Das sehen jedoch nicht alle so.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz Quelle: dpa

Scholz verteidigte zudem die von der großen Koalition beschlossene Kaufprämie für Elektroautos: „Wir brauchen einen Durchbruch bei den Elektroautos, deshalb ist die Prämie strategisch erforderlich. Wir müssen alles dafür tun, dass sich die Erfolgsgeschichte des deutschen Automobilbaus fortsetzt. Da sind industriepolitische Impulse wichtig.“

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