Spitzenpersonalie: Homann wird neuer Chef der Bundesnetzagentur

Spitzenpersonalie: Homann wird neuer Chef der Bundesnetzagentur

, aktualisiert 01. Dezember 2011, 20:06 Uhr
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Reparatur: Das Stromnetz muss ausgebaut werden.

Quelle:Handelsblatt Online

Bisher war er Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, jetzt soll Jochen Homann Chef der Bundesnetzagentur werden. Ab 2012 soll er den jetzigen Chef, Matthias Kurth, ersetzen. Leicht wird dies aber nicht.

BerlinDer bisherige Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Jochen Homann soll Chef der Bundesnetzagentur werden. Das erfuhr das Handelsblatt (Freitagausgabe)aus Regierungskreisen in Berlin. Um die Nachfolge des derzeitigen Chefs der Netzagentur, Matthias Kurth, war zuletzt heftig politisch gerungen worden. Die Union pochte dabei darauf, die Stelle mit einem eigenen Mann zu besetzen. Homann gilt als CDU-nah. Der Vertrag von Kurth läuft im Februar 2012 aus.

Eine Entscheidung über die Nachfolge des derzeitigen Chefs der Netzagentur, Matthias Kurth, sollte ursprünglich bereits im vergangenen Monat fallen. Zuletzt hatte es geheißen, dass der Beirat der Netzagentur auf einer Sondersitzung am 12. Dezember einen Personalvorschlag unterbreiten werde.

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Wie bereits Kurth wird auch Homann vor große Herausforderungen gestellt werden. Ein Bericht der Bundesnetzagentur erklärte, dass die die Wintermonate zu einem Stresstest für das Netz werden könnten. Das größte Problem ist das Tempo beim Bau neuer Stromautobahnen, die den Strom über das bisher rund 35 000 Kilometer langes Höchstspannungsnetz zu den Leitungen der unteren Spannungsebenen bringen, die vergleichbar sind mit Land- und Gemeindestraßen.

Von dort kommt der Strom zum Verbraucher. Da aber in dünn besiedelten Regionen mit wenigen Hochleistungsnetzen immer mehr Wind- und Solarparks entstehen, fehlen Netze zum Transport.

Zudem wurden gleich acht Atommeiler stillgelegt. Gerade die AKW, die über eine umfassende Netzanbindung verfügen, stabilisierten das Netz, das zudem mit der schwankenden Ökostromproduktion zu kämpfen hat. Daher mussten zuletzt immer häufiger Windparks zwangsweise abgeschaltet werden. 2010 gingen bis zu 150 Millionen Kilowattstunden Strom dadurch verloren.

Quelle:  Handelsblatt Online
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