Alle Landgestüte machen Miese
Auf diese Weise hat das Gestüt zwar rund 2,5 Millionen im vergangenen Jahr eingenommen – aber 3,9 Millionen Euro ausgegeben. Bei den anderen acht Landgestüten sieht die Lage ähnlich aus. Jedes andere Unternehmen hätte bei solch einer Bilanz vermutlich längst aufgeben müssen. Justus Haucap, Leiter der Monopolkommission, fordert deshalb die Privatisierung der Gestüte. „Sie verzerren den Wettbewerb“, sagt er.
Die Landgestüte sollen auch seltene, vom Aussterben bedrohte Rassen erhalten – Rassen, die ohnehin von Menschenhand geschaffen wurden. Zum Beispiel das rheinische Kaltblut, von denen in Warendorf 20 ihren Hafer fressen. 350.000 Euro kostet deren Haltung. Justus Haucap zweifelt an der Wichtigkeit dieser Aufgabe. „Müssen wirklich alle Pferderassen erhalten werden?“, fragt er. „Und wenn ja, warum werden dann nicht auch alle Schweinerassen erhalten?“
So schön das Gestüt auch anmutet – das Geschäft mit den Hengsten muss nicht staatlich geförderte Liebhaberei sein. Das zeigt das Beispiel Schleswig-Holstein. Die Landesregierung löste 1960 das Gestüt Traventhal auf. Heute übernimmt der Holsteiner Verband die Zucht.
Die Qualität der Pferde sei dadurch nicht gesunken, sagt Thomas Nissen, Zuchtleiter des Holsteiner Verbands. Gesunken sind aber die Ausgaben des Landes Schleswig Holstein. Der Steuerzahler dankt.














- als Spam melden
- antworten
- als Spam melden
- antworten
- als Spam melden
- antworten
Alle Kommentare lesen02.08.2010, 14:28 UhrAnonymer Benutzer: KEK
ich halte diesen Artikel für sehr engstirnig. Es wird scheinbar völlig außer acht gelassen, dass Deutschland ein Pferdeland ist und eine immense Wirtschaft rund um die Pferdezucht und den Reitsport betreibt. Außerdem sind deutsche Pferde im Ausland am gefragtesten und werden in die ganze Welt exportiert. Die Einnahmen, die der Staat damit macht, sollten in diese Diskussion mit einbezogen werden. Denn das ist kein unbeachtlicher betrag!
01.08.2010, 18:57 UhrAnonymer Benutzer: girl
Pferde sind wunderschön
31.07.2010, 11:48 UhrAnonymer Benutzer: Artikelzuendeleser
Hallo liebe Pferdenarren und Negativkommentierer.
Es geht hier um keine Abschaffung dieser Zucht, sondern um den Vorschlag der Privatisierung! Das lernt man auf Seite 2 des Artikels.