1600 Milliarden Euro...

... beträgt die Gesamtverschuldung der öffentlichen Haushalte. Pro Sekunde wächst sie um 4439 Euro. Winzig im Vergleich dazu sind die Schulden, mit denen Deutschland 1950 startete. Damals standen Bund, Länder und Gemeinden mit umgerechnet 9,6 Milliarden Euro in der Kreide. Diese Zeiten sind vorbei. Schulden sollen das Land jetzt aus der Krise retten, doch das geht zulasten der Zukunft. Die Konsolidierung ist auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben.
86,1 Milliarden Euro...
... in diese Höhe soll die Nettokreditaufnahme 2010 schießen – Rekord. So viele Schulden hat noch nie ein deutscher Finanzminister gemacht. Die Neuverschuldung wird sich dann, verglichen mit den 47,6 Milliarden Euro aus diesem Jahr, fast verdoppeln. Das soll die immer größeren Lücken im Staatshaushalt stopfen. Wenn sich die Regierung darüber hinaus nicht noch mehr Geld leihen kann, kennt sie nur einen Ausweg: Steuern hoch.
23 Cent je Steuer-Euro...
... gehen schon bald allein für Zinsen drauf. Im Haushaltsjahr 2013 bleibt dem Finanzminister von einem Euro Steuergeld damit nur ein kläglicher Rest von 77 Cent. Die Kosten für die Staatsschuld fressen immer größere Teile der Steuermilliarden. Für andere Ausgabeposten bleibt kaum Geld. Bei Bildung, Gesundheit oder Sozialem drohen darum weitere Einschnitte.













