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Staatsschulden: Deutschlands tiefrote Zukunft mit Schuldenberg

von Mark Fehr

Die Fehler der Dreißigerjahre soll Deutschland nicht wiederholen. Statt Staat und Wirtschaft kaputtzusparen, leiht sich der Finanzminister Geld. Das Ergebnis ist eine Rekordverschuldung.

1600 Milliarden Euro...

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Im Jahr 2013 werden von einem Quelle: dpa
Im Jahr 2013 werden von einem Euro Steuergeld nur 77 Cent übrig bleiben Quelle: dpa

...  beträgt die Gesamtverschuldung der öffentlichen Haushalte. Pro Sekunde wächst sie um 4439 Euro. Winzig im Vergleich dazu sind die Schulden, mit denen Deutschland 1950 startete. Damals standen Bund, Länder und Gemeinden mit umgerechnet 9,6 Milliarden Euro in der Kreide. Diese Zeiten sind vorbei. Schulden sollen das Land jetzt aus der Krise retten, doch das geht zulasten der Zukunft. Die Konsolidierung ist auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben.

86,1 Milliarden Euro...

... in diese Höhe soll die Nettokreditaufnahme 2010 schießen – Rekord. So viele Schulden hat noch nie ein deutscher Finanzminister gemacht. Die Neuverschuldung wird sich dann, verglichen mit den 47,6 Milliarden Euro aus diesem Jahr, fast verdoppeln. Das soll die immer größeren Lücken im Staatshaushalt stopfen. Wenn sich die Regierung darüber hinaus nicht noch mehr Geld leihen kann, kennt sie nur einen Ausweg: Steuern hoch.

 

23 Cent je Steuer-Euro...

... gehen schon bald allein für Zinsen drauf. Im Haushaltsjahr 2013 bleibt dem Finanzminister von einem Euro Steuergeld damit nur ein kläglicher Rest von 77 Cent. Die Kosten für die Staatsschuld fressen immer größere Teile der Steuermilliarden. Für andere Ausgabeposten bleibt kaum Geld. Bei Bildung, Gesundheit oder Sozialem drohen darum weitere Einschnitte.

33 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 25.12.2009, 18:52 UhrAnonymer Benutzer: wtachbird

    9,6 Milliarden Schulden 1950 und ca. 1,6 billionen 2009 würde bedeuten der Schuldenberg ist jährlich um rund 5 bis 6 % gestiegen. Also hat de facto der Staat weder Zinsen noch Schulden getilgt. Kein bürger und Unternehmen kann sich das erlauben. Und die Geldmenge ist seit der letzen Währungsreform jährlich um rund 10% gewachsen. Wie die Kurve nach rund 50 Jahren aussieht kann sich jeder ausrechnen. Die Frage ist nur wie kann man sich vor dem drohenden Zusammenbruch retten, woanders sieht's noch schlimmer aus. Aber nur der Regierung die Schuld zu geben wäre zu einfach, es ist der Mangel an Verantwortung für sich selbst.

  • 14.07.2009, 00:28 UhrAnonymer Benutzer: Adolfo

    Hirn, weches Hirn ?

  • 12.07.2009, 20:07 UhrAnonymer Benutzer: bw-insider

    Ein wenig seltsam ist dabei die Mentalität der Menschen, die Geld anlegen und dafür Zinsen haben wollen. Über Leute, die Schulden haben, rümpfen sie die Nase. Sie vergessen dabei, dass sie keine Zinsen bekämen, würden andere nicht Schulden machen. Gleiches gilt für Leute, die staatliche Anleihen erwerben, weil ihnen diese eine gesicherte Rendite durch meist über die gesamte Laufzeit fest fixierte Zinsen bieten. Diese Leute treten für den massiven Schuldenabbau des Staates ein, ohne je einen Gedanken daran zu verschwenden, dass sie an der Verschuldung des Staates partizipieren.

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