Städteranking 2008: Stärken und Schwächen von Erfurt

Städteranking 2008: Stärken und Schwächen von Erfurt

Erfurt belegt mit 90,0 Punkten Platz 39 von insgesamt 50 untersuchten Großstädten im fünften wissenschaftlichen Städteranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit der WirtschaftsWoche. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Investitionsquote. Die Gesamtbewertung für jede Stadt setzt sich aus den aktuellen Daten (Niveau-Ranking) sowie den Veränderungen im Zeitraum 2002-2007 (Dynamikranking) zusammen. Beim Niveau-Ranking kam Erfurt mit 41,9 Punkten auf Platz 39 und beim Dynamikranking mit 48,0 Punkten auf Platz 32. Wo Erfurts Stärken liegen und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

Dynamikranking Die Arbeitslosenquote sank in Erfurt zwischen 2002 und 2007 um 2,4 Prozentpunkte - der Durchschnitt belief sich auf einen Zuwachs von 0,4 Prozentpunkten - das bedeutet Platz 3 für Erfurt. Erfurt wies 2007 im Vergleich zu 2002 einen Rückgang an Straftaten je 100.000 Einwohner von 19,9 Prozent auf. Damit belegt die Stadt im Vergleich den 3. Platz - der Durchschnitt der 50 untersuchten Städte lag bei einem Zuwachs von 0,4 Prozent. Die Realsteuerkraft in Erfurt verbesserte sich zwischen 2002 und 2006 um 58,6 Prozent je Einwohner. Im Durchschnitt verbesserte sich die Realsteuerkraft pro Kopf um 33,2 Prozent - Platz 7 für die Stadt Erfurt. Niveauranking In Erfurt lagen die Arbeitskosten im Jahr 2006 bei 27.560,00 Euro je Arbeitnehmer, was den 5. Platz ausmacht. Die durchschnittlichen Arbeitskosten lagen bei 34.398,80 Euro. Die Altersbeschäftigungsquote belief sich 2007 in Erfurt auf 36,8 Prozent, der Durchschnitt lag bei 33,6 Prozent. Das bedeutet Platz 9 für Erfurt. Die Investitionsquote lag im Jahr 2007 bei 8,1 Prozent. Erfurt rangiert damit – bei einem Durchschnitt aller untersuchten Städte von 5,5 Prozent – auf dem 9. Platz.

Schwächen

Dynamikranking Die Investitionsquote in Erfurt fiel von 2002 bis 2006 um 11,1 Prozentpunkte. Erfurt liegt damit auf Rang 49. Im Durchschnitt fiel die Investitionsquote um 2,9 Prozentpunkte. Zwischen 2002 und 2007 sank der Anteil der Beschäftigten mit einem Uni- oder FH-Abschluss in Erfurt um 0,6 Prozentpunkte (Durchschnitt: Ein Zuwachs um 1,1 Prozentpunkte) - Platz 49 für Erfurt. Der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger je 100 Einwohner stieg in Erfurt von 2002 bis 2007 um 5,2 Prozentpunkte. Der durchschnittliche Zuwachs in den 50 Städten lag bei 3,0 Prozentpunkten. Rang 49 für Erfurt. Niveauranking Erfurt belegt beim Kriterium Produktivität (Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigem) mit 45.678,00 Euro Platz 46. Die durchschnittliche Produktivität liegt bei 60.511,90 Euro. Die Einkommenshöhe der in Erfurt Beschäftigten lag mit 22.549,00 Euro an 45. Stelle. Ein Beschäftigter verdiente im Jahr 2007 durchschnittlich 27.244,50 Euro. Der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger an den Einwohnern belief sich in Erfurt im Jahr 2007 auf 12,3 Prozent. Der durchschnittliche Wert aller untersuchten Städte lag bei 8,8 Prozent. Damit belegt Erfurt Platz 44.

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