Städteranking 2009: Nürnberg - Platz 7

Städteranking 2009: Nürnberg - Platz 7

Arbeitsmarkt und Wirtschaftsfreundlichkeit im grünen Bereich - jedoch Probleme mit Schulabbrechern

Nürnberg belegt mit 115 Punkten Platz sieben von insgesamt 50 untersuchten Großstädten im sechsten wissenschaftlichen Städteranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit der WirtschaftsWoche.

Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Investitionsquote. Die Gesamtbewertung für jede Stadt setzt sich aus den aktuellen Daten (Niveau-Ranking) sowie den Veränderungen im Zeitraum 2003-2008 (Dynamikranking) zusammen. Beim Niveau-Ranking kommt Nürnberg mit 59 Punkten auf Platz elf und beim Dynamikranking mit 56 Punkten auf Platz vier. Wo Nürnbergs Stärken liegen und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

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Stärken

Dynamikranking

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Nürnberg stieg von 2003 bis 2008 um 3,9 Prozent. Im Mittel aller Städte verbesserte sich dieser Wert um 0,9 Prozent. Nürnberg kommt damit auf Rang 5.

In den Jahren 2004 bis 2008 fiel in Nürnberg der Anteil privater Schuldner um 0,1 Prozentpunkte. Diese Entwicklung hat Platz fünf zur Folge. Im Mittel aller untersuchten Städte nahm der Anteil der Verschuldeten um einen Prozentpunkt zu.

Von 2003 bis 2008 sank die Arbeitslosenquote in Nürnberg um 3,9 Prozentpunkte. Im Schnitt fiel sie innerhalb dieser Zeit um 1,9 Prozentpunkte. Rang sieben für Nürnberg.

Niveauranking

53,7 Prozent (Durchschnitt: 32,7 Prozent) aller befragten Unternehmen in Nürnberg attestieren ihrer Stadtverwaltung einen guten Umgang mit den öffentlichen Finanzen. Damit belegt Nürnberg beim Indikator "Kostenbewusstsein" Platz 1.

In einer Umfrage der IW Consult und der Universität Bonn bewerteten 97,6 Prozent aller befragten Unternehmen die öffentliche Sicherheit in Nürnberg positiv. Im Schnitt waren es 78,8 Prozent. Rang zwei.

68,8 Prozent aller befragten Unternehmer beurteilen Nürnberg in einer Umfrage der IW Consult und der Universität Bonn als wirtschaftsfreundlich. Der Durchschnitt liegt bei 58,4 Prozent Positivantworten - Platz drei für Nürnberg.

Schwächen

Dynamikranking

Der Anteil der aufgeklärten Fälle an allen gemeldeten Straftaten fiel in Nürnberg von 2003 bis 2008 um 1,4 Prozentpunkte. Im Mittel aller Städte verbesserte sich die Aufklärungsquote um 2,7 Prozentpunkte. Platz 41.

Das durchschnittliche verfügbare Einkommen verbesserte sich in Nürnberg von 2003 bis 2008 um 7,0 Prozent. Im Schnitt der 50 größten deutschen Städte bewegte sich der Anstieg um 8,5 Prozent. Platz 38.

Die Altersbeschäftigungsquote stieg in Nürnberg um 6,8 Prozentpunkte. Im Durchschnitt verbesserte sie sich in den Jahren 2003 bis 2008 um 7,5 Prozentpunkte. Das bedeutet Platz 33.

Niveauranking

11,1 Prozent aller Schulabsolventen in Nürnberg sind im Jahr 2007 ohne Hauptschulabschluss abgegangen. Durchschnittlich liegt diese Quote im Ranking bei 8,2 Prozent. Rang 47 für Nürnberg.

Beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung - zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt - widerspiegelt, erreicht Nürnberg einen Indexwert von 94,7 Punkten. Platz 31 im Städtevergleich.

12,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Nürnberg haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Im Mittel beläuft sich der Anteil Hochqualifizierter auf 12,4 Prozent. Rang 26 für Nürnberg.

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