Städteranking 2017: Hier finden Uni-Absolventen die besten Jobs

Städteranking 2017: Hier finden Uni-Absolventen die besten Jobs

von Thomas Schmelzer

Für den ersten Job ziehen viele Uni-Absolventen noch einmal um. Der Süden Deutschlands und Industriestädte bieten Jobsuchenden die besten Chancen. Berlin schneidet nur bei einer Gruppe gut ab.

Wenn der Stress der monatelangen Masterarbeit langsam abfällt und der Kater nach dem Feiern wieder Platz macht für klare Gedanken, stellen sich Tausende Uni-Absolventen jedes Jahr plötzlich drängende Fragen: Was jetzt?

Wohin soll es nach dem abgeschlossenen Studium gehen? Wo gibt es die besten Aussichten auf einen interessanten und gut bezahlten Job in der Republik? Welche Stadt passt zum gerade bestandenen Studienabschluss?

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Wie das das exklusive Städteranking von WirtschaftsWoche, Immobilienscout24 und IW Consult Köln zeigt, bieten vor allem Städte im Süden Deutschlands sowie große Industriestandorte wie Wolfsburg, Ingolstadt oder Erlangen gute Erfolgsaussichten auf einen aussichtsreichen Job.

PremiumStädteranking 2017 Die 70 größten deutschen Städte im Vergleich

Der große WirtschaftsWoche-Städtetest zeigt, wo es sich in Deutschland am besten arbeiten, leben und investieren lässt – und welche Faktoren für den Erfolg einer Stadt entscheidend sind.

Quelle: Getty Images

Die VW-Stadt Wolfsburg etwa zieht besonders viele Ingenieure an. Gleichzeitig verdienen Arbeitnehmer im Durchschnitt nirgends so viel wie in Wolfsburg. Auch beim Anteil der Beschäftigten in der Forschung und Entwicklung belegt die niedersächsische Großstadt den ersten Platz. Ähnlich attraktiv sind in diesen Bereichen nur Ingolstadt, Erlangen und Ludwigshafen. In Ingolstadt beschäftigt Audi Tausende Mitarbeiter, Erlangen ist Stammsitz von Siemens und Ludwigshafen eng mit BASF verbunden.

Generell haben Ingenieure und Naturwissenschaftler im Süden Deutschlands die besten Karrierechancen. So liegen fünf der sechs Städte mit der höchsten Ingenieursdichte in Bayern (Ingolstadt, Erlangen, Regensburg, München) oder Baden-Württemberg (Stuttgart). Naturwissenschaftler wie Chemiker, Mathematiker, Informatiker oder Physiker zieht es außerdem nach Darmstadt, Karlsruhe, Aachen oder Jena.

Dynamikranking 2017: Das sind die Gewinner

  • Methodik des Dynamikrankings 2017

    Das Dynamikranking betrachtet die Veränderungsraten in fünf zurückliegenden Jahren – etwa, wie sich die Bauaktivitäten entwickelt haben. So lässt sich zeigen, welche Stadt sich unabhängig von ihrer ökonomischen Ausgangslage nach oben bewegt. Die Bewertung erfolgt auf Basis von insgesamt 40 Einzelindikatoren, die in vier unterschiedlich gewichtete Bereiche einfließen (Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Immobilienmarkt, Lebensqualität). Die Gewichtung orientiert sich daran, wie stark die Indikatoren auf die Zielvariablen hohe Beschäftigung und hoher Wohlstand wirken. Die Zahlen sind gerundet, was zu gleicher Punktzahl bei unterschiedlichen Rängen führen kann. Aufgenommen wurden alle kreisfreien Städte ab 100.000 Einwohner und zwei Städteregionen beziehungsweise Stadtverbände (insgesamt 70).

    Details zur Methodik finden Sie hier

  • Rang 1

    StadtIngolstadt
    Punkte gesamt61,4
    Veränderung zum Vorjahr+1
    Punkte (Rang) Einzelbereich
    Immobilienmarkt13,3 (3)
    Lebensqualität4,7 (58)
    Arbeitsmarkt24,3 (4)
    Wirtschaft19 (1)

  • Rang 2

    StadtMünchen
    Punkte gesamt61,1
    Veränderung zum Vorjahr-1
    Punkte (Rang) Einzelbereich
    Immobilienmarkt12,7 (8)
    Lebensqualität4,7 (59)
    Arbeitsmarkt25,1 (1)
    Wirtschaft18,6 (4)

  • Rang 3

    StadtBerlin
    Punkte gesamt58,8
    Veränderung zum Vorjahr+6
    Punkte (Rang) Einzelbereich
    Immobilienmarkt13,8 (2)
    Lebensqualität4,6 (61)
    Arbeitsmarkt25 (2)
    Wirtschaft15,5 (26)

  • Rang 4 (punktgleich mit Rang 3)

    StadtWürzburg
    Punkte gesamt58,8
    Veränderung zum Vorjahr-1
    Punkte (Rang) Einzelbereich
    Immobilienmarkt13 (5)
    Lebensqualität5,3 (7)
    Arbeitsmarkt23,4 (7)
    Wirtschaft17,1 (11)

  • Rang 5

    StadtRegensburg
    Punkte gesamt58,1
    Veränderung zum Vorjahr-
    Punkte (Rang) Einzelbereich
    Immobilienmarkt9,8 (38)
    Lebensqualität5,3 (11)
    Arbeitsmarkt24,7 (3)
    Wirtschaft18,3 (5)

Wer nach der Universität erst mal keine Lust auf starre Konzernhierarchien hat – und lieber sein eigenes Start-up gründen möchte, findet dafür in Frankfurt, Düsseldorf oder Hamburg die besten Voraussetzungen. Zumindest verzeichnen diese Städte die meisten Unternehmensgründungen. München und Berlin belegen hier bloß Platz vier und fünf.

Absolventen, die in der Forschung bleiben wollen, müssen sich zunächst entscheiden, ob sie an ein Institut wollen oder in die Wirtschaft drängen. Von dieser Entscheidung hängt maßgeblich die passende Städtewahl ab. Während es die höchste Dichte an Forschungsinstituten in Jena, Potsdam und Erlangen gibt, beschäftigen Unternehmen vor allem in Wolfsburg, Ingolstadt und Ludwigshafen.

Premium Dossier zum Download Alle 70 Großstädte im Test

Die Exklusivstudie von 2017 enthält alle Tabellen und Daten für alle 70 untersuchten Städte in den Kategorien Immobilienmarkt, Lebensqualität, Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstruktur – zum Download.

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