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Städtetest 2008: In welchen Städten sich die Wirtschaft besonders wohl fühlt

von Bert Losse

Nicht alle Leistungen einer Stadt lassen sich mit nackten volkswirtschaftlichen Kennziffern messen. Für kulturellen Reichtum, Lebensqualität und das Image einer Kommune existiert kein objektiver Maßstab. Niemand erfasst auch die Zahl innerstädtischer Dauerstaus und Baustellen, die Qualität der Berufsschulen oder die Flexibilität und Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung. Trotzdem sind solche weichen Standortfaktoren entscheidend und ein zentraler Bestandteil in der Gesamtperformance jeder Kommune.

Nicht nur kulturell (hier die Quelle: Stadt Dresden
Nicht nur kulturell (hier die Semperoper), sondern auch wirtschaftlich ist Dresden ganz weit oben. Quelle: Stadt Dresden

WirtschaftsWoche, IW Consult und Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft haben deshalb für den Städtetest 2000 Unternehmer in ganz Deutschland nach ihren Alltagserfahrungen vor Ort gefragt. Die Firmenchefs beantworteten darin einen ausführlichen Fragenkatalog. Darin ging es um ihre Erfahrungen mit Behörden (etwa bei Genehmigungsverfahren), aber auch um die Infrastruktur der Städte, zum Beispiel im Verkehrs- und Bildungsbereich.

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Das Ergebnis zeigt, dass zufriedene Unternehmen der Grundstein für Wohlstand, Wachstum und Jobs sind: Fast alle Städte, die in der Umfrage gute Noten erhielten, schafften es auch in dem wesentlich breiter aufgestellten Gesamtranking auf vordere Plätze. 

Die generell wirtschaftsfreundlichste Stadt ist nach dem Votum der Wirtschaft die sächsische Hauptstadt Dresden, gefolgt von Aachen und Chemnitz. Die tüchtigste Verwaltung arbeitet in Düsseldorf – was dem im Mai verstorbenen Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) posthum ein kleines Denkmal setzt. Das beste Image hat nach Ansicht der Unternehmer Hamburg. Dahinter folgt Münster, das überdies die besten Noten für seine Bildungsinfrastruktur erhält.

Bei Kultur und Freizeitangeboten sind München und Berlin nicht zu schlagen. Karlsruhe schließlich punktet mit der besten Verkehrsinfrastruktur, und nicht nur das: Aggregiert man alle Umfragedaten zu einem „Zufriedenheitsindex“, landet Karlsruhe auch insgesamt auf dem Siegertreppchen. 

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 05.09.2008, 23:40 UhrAnonymer Benutzer: Herbert Böcker

    Den Widerspruch verstehe ich nicht. Hagen, meine Heimatstadt, hat heute den Haushalt verabschiedet, der nie genehmigt wird. Hagen ist Notlagenstadt. Jede neue Ausgabe muß vom Regierungspräsidenten genehmigt werden. Wie kann da ein solch positives Ergebnis herauskommen?

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