Städtetest 2010: Metropolen fallen im Städtetest zurück

Städtetest 2010: Metropolen fallen im Städtetest zurück

Bild vergrößern

Siemens-Verwaltungsgebäude in Erlangen

von Bert Losse

Wohlstand, Jobs, Zukunftsperspektiven: Die große Exklusivstudie der WirtschaftsWoche zeigt, wo es sich in Deutschland am besten leben, arbeiten und investieren lässt. Überraschendes Ergebnis: Dynamische Mittelstädte laufen den Metropolen den Rang ab.

Die wirtschaftliche Stärke Deutschlands liegt in der Provinz – das zeigt der große Städtetest von WirtschaftsWoche, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und IW Consult Köln. Gewinner des diesjährigen Rankings ist das vergleichsweise kleine Städtchen Erlangen, gefolgt von Ingolstadt und Ulm. Erst auf Platz 4 kommt Dauerfavorit München. Beste ostdeutsche Stadt ist Jena auf Rang 33. Vertreter des bevölkerungsreichsten Landes Nordrhein-Westfalen tauchen im Ranking erstmals auf den Rängen 18 (Münster) und 19 (Düsseldorf) auf. Die gesamtdeutsche rote Laterne geht an Gelsenkirchen.  

Die Exklusivstudie umfasst die 100 einwohnerstärksten kreisfreien Städte und ist der mit Abstand umfangreichste Leistungs-Check für Kommunen in Deutschland. Insgesamt mussten sich die Städte in 92 Disziplinen messen lassen, darunter Arbeitsmarktdaten, Standortbedingungen und Konjunkturentwicklung, daneben aber auch die lebensnäheren Bereiche wie Anzahl von Kitaplätzen und Freizeitangeboten. Das Gesamtranking setzt sich dabei aus zwei Teilbereichen zusammen. Die sogenannte Niveauwertung vergleicht die aktuellen Ist-Werte der Indikatoren. In der Dynamiktabelle hingegen spiegelt sich die Veränderung der Daten seit 2004 wider – was auch Städten mit schwieriger Ausgangslage die Chance gibt, positiv auf sich aufmerksam zu machen.

Anzeige

Siegerstädte punkten mit rubuster Wirtschaft und sozialer Stabilität

Die Siegerstadt Erlangen vereint wie keine andere deutsche Kommune ökonomische Stärke mit sozialer Stabilität und hohem Zukunftspotenzial. Die Arbeitslosenquote liegt bei nur rund vier Prozent; Ökonomen nennen so etwas Vollbeschäftigung. Auf 100 Einwohner kommen in Erlangen nur rund drei Hartz-IV-Empfänger, so wenig wie in keiner anderen deutschen Stadt. Außerdem gibt es in der Stadt an der Regnitz die höchste Ingenieurdichte, den größten Anteil an hoch Qualifizierten unter den Beschäftigten und die geringste Überschuldung der Privathaushalte.

Erlangen ist nicht die einzige deutsche Mittelstadt mit ökonomisch ausgezeichneten Perspektiven. So punktet der Zweitplatzierte Ingolstadt mit der bundesweit höchsten Jobdichte. Seit 2004 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 8,5 Prozent gestiegen. Ulm, mit Platz drei ebenfalls auf dem Siegertreppchen vertreten, überzeugte mit einer „aktiven Industriepolitik“, wie Oberbürgermeister Ivo Gönner (SPD) die Erfolgstrategie seiner Stadt beschreibt. Die Stadt kauft jedes Jahr für 20 bis 25 Millionen Euro Grundstücke und Immobilien an und stellt sie Investoren günstig zur Verfügung. Dadurch zählt Ulm heute zu den attraktivsten Wirtschaftsräumen der Republik.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%