Statistik: Baby-Boom in Deutschland: Geburtenrate liegt bei knapp 1,5

Statistik: Baby-Boom in Deutschland: Geburtenrate liegt bei knapp 1,5

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Familienministerin Ursula von der Leyen

Deutschland werden wieder mehr Kinder geboren. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes kamen im vergangenen Jahr 680.000 bis 690.000 Kinder zur Welt, das sind 10.000 bis 20.000 mehr als im Jahr 2006, berichtet die WirtschaftsWoche.

Die endgültige Zahl wird das Amt erst im Frühsommer verkünden, wenn alle Landesämter ihre Daten vollständig ausgewertet haben. Dies ist der erste Anstieg der Geburtenzahl seit zehn Jahren. Diese Entwicklung ist umso erstaunlicher, als die Zahl der potenziellen Mütter seit Jahren rückläufig ist. So sank die Zahl der Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren zwischen 2005 und 2006 um 133.000.

Mehr Neugeborene, aber weniger Frauen im entsprechenden Alter – dies treibt die sogenannte Geburtenrate nach oben, also die durchschnittliche Kinderzahl je Frau. „Ich gehe jede Wette ein, dass die Geburtenrate für 2007 über 1,4 liegt“, sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen der WirtschaftsWoche. Tatsächlich gehen die Experten des Ministeriums in ersten, internen und noch unveröffentlichten Berechnungen von 1,47 Kindern pro Frau aus – so hoch war die Zahl seit zehn Jahren nicht mehr.

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Sollte der Baby-Boom tatsächlich anhalten, wäre dies ein Triumph der umstrittenen Familienministerin auch über parteiinterne Widersacher, die von der Leyens Kurs zum Ausbau von Kitaplätzen, der Einführung des Elterngeldes und der sogenannten Vätermonate nur zähneknirschend mitgetragen haben. Doch gerade diese Regelung, die vorsieht, dass das volle Elterngeld nur dann gezahlt wird, wenn auch der Vater eine berufliche Auszeit nimmt, erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Das zeigt eine Umfrage der WirtschaftsWoche unter den Dax-Konzernen. Bei Daimler etwa stieg die Zahl der Väter, die ihren Nachwuchs hüten, von 50 im Jahr 2006 auf 200 im Jahr 2007 und hat sich damit vervierfacht. Ebenso bei Volkswagen, wo inzwischen 40 Väter in Elternzeit sind. Bei Metro nutzten 2007 56 Männer die Vätermonate – 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Linde stieg die Zahl von 10 auf 21, bei der Postbank von 13 auf 26, bei der Deutschen Post von 83 auf 130, bei BASF von 17 auf 32, bei der Allianz von 19 auf 32 und bei der Deutschen Bank von 26 auf 42.

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