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Steinbrück-Nachfolger: Neuer Finanzminister ohne Hausmacht

von Christian Ramthun (Berlin)

Elf Jahre lang regierten Sozialdemokraten das Bundesfinanzministerium. Der künftige Minister wird seine eigenen Truppen in das wichtige Ressort mitbringen. Sie dürften auf Widerstand stoßen.

Bundesfinanzministerium: Wer nicht auf Linie war, wurde versetzt Quelle: Laif
Bundesfinanzministerium: Wer nicht auf Linie war, wurde versetzt Quelle: Laif

Nur ein einziges FDP-Mitglied gebe es im Bundesfinanzministerium samt nachgelagerter Behörden, und dieses arbeite im Hauptzollamt Koblenz. Der Spruch stammt von Liberalen selbst, er muss nicht 100-prozentig stimmen, beschreibt aber treffend die parteipolitischen Verhältnisse in dem 1900 Mitarbeiter starken Ressort.

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Elf Jahre haben dort Sozialdemokraten regiert, erst Oskar Lafontaine, dann Hans Eichel und später Peer Steinbrück, der das Haus für die SPD zu einem Gegengewicht gegenüber dem CDU-geführten Kanzleramt ausbaute. Wer nicht auf Linie war, wurde strafversetzt. So Gert Müller-Gatermann. Der Ministerialdirigent widersetzte sich der Unternehmenssteuerreform, argumentierte gegen die Substanzbesteuerung bei der Gewerbesteuer, gegen die Zinsschranke – und landete in der wenig brisanten Unterabteilung Z C für Disziplinarangelegenheiten und Organisationsfragen. Mit den Unternehmenssteuern betraut wurde stattdessen Christoph Weiser, zuvor Referent beim linkslastigen SPD-Bundestagsabgeordneten Joachim Poß.

Eigene Truppen gefragt

Peer Steinbrück Quelle: dpa
Peer Steinbrück Quelle: dpa

Wer auch immer nächster Bundesfinanzminister wird – ob nun der liberale Hermann Otto Solms oder der CSUler Karl-Theodor zu Guttenberg –, wird eine Truppe von Vertrauten mitbringen. Schließlich zählen zu den vorrangigen Aufgaben des künftigen Finanzministers gravierende Reparaturen an der Unternehmens- und der Erbschaftsteuerreform. Ob die bisher damit befassten Finanzbeamten sich nun mit Freude selbst korrigieren, ist zweifelhaft. Und es waren Beamte aus dem Bundesfinanzministerium, die für Steinbrück die haushalterischen Risiken der FDP- und Unions-Steuerpläne in den letzten Wochen hoch und höher rechneten und in ein unseriöses Licht zu rücken versuchten.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 08.10.2009, 19:49 UhrAnonymer Benutzer: Dlarah

    Gehässige Giftzwerge, diese Kommentatoren!

  • 06.10.2009, 15:35 UhrAnonymer Benutzer: raus mit denen ohne pension

    zuerst assmussen auf die strasse setzen und h4
    die alle haben doch den rücken frei selbst strafversetzung ist doch beamtenlike = wer zahlt schafft an.

    frische leuten braucht das land vor allem in den unteren chargen das sind die creativen verhinderer

    ausbaden was sie verbrochen haben

    ach ich kann garnicht aufhören wenn ich an die pensionen denke die wiir den pfeifen bezahlen

  • 06.10.2009, 14:27 UhrAnonymer Benutzer: hans

    Vor allem Staatssekretär Asmussen, der alle Finanzminister überlebt hat und dem brilliante beziehungen zu Goldmann Sachs nachgesagt werden, sollte zur bundespost versetzt werden. Vielleicht wird ja auch irgendwann veröffentlicht, wer den banken Rettungsfonds in Höhe des doppelten bundeshaushalts erhalten hat. Der Filz wird sich wehren!!

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