Steuerbelastung: Bis zum 8. Juli arbeiten die Deutschen für den Staat

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von Christian Ramthun

Der so genannte „Steuerzahlergedenktag“ fällt in diesem Jahr auf Montag, den 8. Juli. Bis zu diesem Tag arbeiten die Deutschen rechnerisch nur für den Staat.

Das berichtet die WirtschaftsWoche unter Berufung auf Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt), der dieses Datum ermittelt. Erst vom 8. Juli an können die Deutschen das, was sie in diesem Jahr erwirtschaften, auch für sich selbst behalten.

Das Datum errechnet sich aus der Abgabenbelastungsquote, in die sämtliche Steuern und die Sozialversicherungsbeiträge einbezogen werden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Datum nicht verbessert, und auch mit Blick auf die gesamte Legislaturperiode ist der Bund der Steuerzahler nicht zufrieden. „Ziehen wir Bilanz, dann müssen wir feststellen, dass vieles versprochen, aber nur wenig realisiert wurde“, sagte BdSt-Präsident Reiner Holznagel. „Gut sind die Entlastungen bei den Sozialabgaben, schlecht ist weiterhin die Höhe der steuerlichen Belastung.“

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Der Steuerzahlergedenktag am 8. Juli spiegelt einen volkswirtschaftlichen Durchschnitt wider. Betrachtet man einzelne Haushaltstypen, wird deutlich, wie unterschiedlich die Belastungen verteilt sind. Nach Berechnungen des BdSt und der WirtschaftsWoche muss beispielsweise eine vierköpfige Familie mit einem Verdiener und einem Haushaltseinkommen von 4190 Euro nur bis zum 21. Juni für den Staat arbeiten. Ein Doppelverdiener-Ehepaar mit zwei Kindern, einem Eigenheim und einem hohen Einkommen von 13 630 Euro braucht dagegen bis zum 22. Juli, um alle Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abzuzahlen.

Ein Unternehmer, der mit seinem Betrieb 100 Millionen Euro umsetzt und 5,4 Millionen Gewinn erzielt, muss sogar bis zum 5. September für den Staat arbeiten. Selbst von einem Hartz-IV-Empfänger, der seinen gesamten Lebensunterhalt in Höhe des Regelsatzes von 382 Euro aus der Staatskasse erhält, fließen über die Verbrauchsteuern knapp 30 Prozent zurück an den Staat.

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