Steuereinnahmen: Betriebsprüfungen brachten über 18 Milliarden Euro an Steuernachzahlungen

Steuereinnahmen: Betriebsprüfungen brachten über 18 Milliarden Euro an Steuernachzahlungen

von Christian Ramthun

Mit der alten Lenin-Weisheit "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" fährt auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bestens.

Dank der Betriebsprüfungen konnte der Fiskus im vergangenen Jahr 18,3 Milliarden Euro Steuern zusätzlich einnehmen.

Das teilte Schäubles Ministerium auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Barbara Höll (Die Linke) mit. Danach sind die Mehrerträge durch Betriebsprüfungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Jeder der 13.332 Prüfer trieb 2009 im Schnitt fast 1,4 Millionen Euro an Steuernachzahlungen ein.

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Die Prüfer kontrollieren die Unternehmen je nach Größe allerdings höchst unterschiedlich.

Nahezu lückenlos werden Großunternehmen untersucht. Dorthin kommen die Prüfer im Durchschnitt alle vier Jahre, sichten dann allerdings gleich mehrere Jahresabschlüsse. Dagegen wird nur rund ein Prozent der Kleinstbetriebe pro Jahr durchleuchtet, sodass diese rein statistisch gesehen lediglich alle 90 Jahre kontrolliert werden.

Nach einer Auswertung des Steuerexperten Frank Hechtner von der Freien Universität Berlin könnte der Staat seine Steuereinnahmen durch zusätzliche Betriebsprüfer beträchtlich erhöhen. „Der Staat verzichtet hier auf Milliarden Steuereinnahmen“, sagt Hechtner.

Laut Statistik des Ministeriums bringen Betriebsprüfungen bei kleinen Unternehmen durchschnittlich 15.000 Euro an Steuermehreinnahmen.

Die Kontrolle von Großunternehmen rentiert sich derweil für den Fiskus mit fast 390.000 Euro pro Fall.

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