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Steuereinnahmen: Es klingelt in der Staatskasse

von Axel Schrinner und Reuters und Dorit Heß Quelle: Handelsblatt Online

Kurz vor Bekanntgabe der Steuerschätzung mehren sich die Anzeichen für ein Milliarden schweres Steuerplus - dem Konjunkturboom sei Dank. Erleichterung verspürt aber nur der Finanzminister, die Bürger gehen leer aus.

Die Kassen von Quelle: dpa
Die Kassen von Bundesfinanzminister Schäuble füllen sich wieder. Und schon ist die Steuersenkung wieder im Gespräch. Quelle: dpa

Das Ergebnis der Steuerschätzung in dieser Woche in Fulda steht bereits fest, bevor der alljährlich im Mai tagende Expertenkreis die Laptops aufklappt: Bund, Länder und Gemeinden haben trotz Mehreinnahmen in Milliardenhöhe nicht mehr zu verteilen. Noch immer ächzen die staatlichen Haushalte unter der scharfen Rezession 2009. Zudem klaffen riesige Löcher in den Etatplanungen. Allerdings könnte sich dieser Befund bei einer Verstetigung des Konjunkturbooms im Jahresverlauf verbessern und damit die in der Koalition lange umstrittene Steuersenkung näher rücken. Heißester Kandidat für eine Entlastung der Bürger wäre wohl der Solidaritätszuschlag.

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Zweimal im Jahr - im Mai und im November - versuchen die Experten von Bund, Ländern, Gemeinden, Bundesbank, Statistikamt und Forschungseinrichtungen, die Steuereinnahmen vorherzusehen. Schon jetzt ist klar, dass die Kassen in diesem und im nächsten Jahr lauter klingeln werden als gedacht.

19 Milliarden Euro extra

So rechnet Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für dieses Jahr mit Steuermehreinnahmen in Höhe von 19 Milliarden Euro gegenüber der letzten Steuerschätzung vom November. Dies gehe aus seiner Vorlage für die morgen in Fulda beginnende dreitägige Steuerschätzung hervor, erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen.

Damit ist Schäuble sogar noch etwas optimistischer als andere Experten, die im Vorfeld Mehreinnahmen von zehn bis 16 Milliarden für 2011 vorhergesagt hatten.

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hatte zuletzt die Erwartung geäußert, dass der Fiskus 2011 zehn bis 16 Milliarden Euro mehr einnehmen wird, 2012 könnten es dann noch einmal elf bis 15 Milliarden Euro mehr sein. Das Bundesfinanzministerium hält in einer Modellrechung bis 2015 allein für den Bund Mehreinnahmen von 73 Milliarden Euro für denkbar.

Die Steuerschätzung sagt die Einnahmen für das laufende und die vier folgenden Jahre voraus. Die Zahlen dienen Bund und Ländern als Basis für ihre kurz- und mittelfristigen Etatplanungen. Dem Arbeitskreis Steuerschätzungen gehören Experten von Bund, Ländern, Gemeinden, Wirtschaftsforschungsinstituten, Bundesbank, Sachverständigenrat und Statistischem Bundesamt an. Am Donnerstag werden die Ergebnisse vorgestellt; die Vorlage des Bundesfinanzministeriums gilt als richtungsweisend.

Nach 556 Milliarden Euro dieses Jahr sagt das Finanzministerium kräftig steigende Einnahmen bis 2015 voraus. Im Schnitt würden die Einnahmen um rund 25 Milliarden Euro pro Jahr zulegen, hieß es in den Kreisen weiter. Mit 655 Milliarden Euro stiege das Steueraufkommen 2015 auf ein Allzeithoch. Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatte Steuerschätzung mittelfristig lediglich 18 Milliarden Euro pro Jahr an Mehreinnahmen prognostiziert.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.05.2011, 15:36 UhrAnonymer Benutzer: Hennoch Kohn

    hey dou Deutsch-Kollega aus bunte Republik--@Wegschweißer

    da is nix mit Umschuldung, S-ulden-Streekung

    kommt von Streckbank

    mutu Kopfe anmachen

    Grieschisch Mann wird sagen zu Deutsche Freundin Heelga .

    Hey Dou Helga --war schön die letzten 10 Jahre, söne dicke A---sss-

    isch geh dann mal eben Zigaretten-holen

    und wech ist er--zischend entwichen--und keiner kann ihn einfangen

    dann fordern sie mal von einer revoltierenden Gesellschaft--Geld zurück

    ne sie könne heute schon 2-3 billionen Sparvermögen der Deutschen Normalbevölkerung abschreiben

    gibts schon jetzt nicht mehr

    aber

    die finanzieren nun ein 2. Mal ihre eigenen Spaareinlagen bei den Deutschen banken über die Rettungsschirme .

    heißt:

    Geld ist weg--und da hat die Angie sich überlegt dann lasst Sie doch ein 2. mal zahlen für ihre eigen Spareinlagen--denn die Angie hat sich auch gedacht als Frau um 50 Jahre da schmeiße ich ja auch ab und an meine Einlagen weg und brauch neue .

    Frauen Logik

    bankenlogik: Wer 2 mal für sein Erspartes Zahlt ist das bessere Schaaf

    ein dreifaches Määäääääh Määääääh Määäääh an bunte Republik

    und vierfaches Wuff Wuff WUff--vom Präsidenten von bunte Republik

  • 09.05.2011, 21:33 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    @Vorredner: richtig. Nicht einmal der idiotische Soli wird abgeschafft.

    in was für einer Welt leben wir eigentlich.

  • 09.05.2011, 19:08 UhrAnonymer Benutzer: Wegweiser

    So erfreulich diese Tatsache für Deutschland ist, ändert sich an den Grundproblemen innerhalb unseres Landes leider nichts? Warum?

    Zunächst einmal sind bareinlagen für den Stabilisierungsfonds nötig, ca. 18 Milliarden EUR pro Jahr, das für einige Jahre.

    Dann gibt es noch den Länderfinanzausgleich, bundesländer mit höheren Steuer- und Abgabenaufkommen müssen diese über diesen Ausgleich an schwächere Länder abgeben, die dann teilweise pro Kopf der Einwohnerzahl mit höheren liquiden Mitteln rechnen können als die Zahler.

    Weiterhin geht ein sehr kleiner Teil direkt in den EU-Haushalt als normale Einzahlung, ein noch kleinerer Teil davon kommt zurück als Regionalförderung in wirtschaftlich schwächere Regionen (u.a. Solidarpakt ii, Korb ii).

    Als inflationsbedingte Preissteigerungen und sind Mehrkosten bei den Kommunen, Ländern und beim bund zu berücksichtigen (Stichwort höhere Entgelte).

    Außerdem gibt es noch einen innerkommunalen Finanzausgleich, der Städte, Gemeinde und Kreise betrifft, Gebietskörperschaften mit hohem Steuer- und Abgabenaufkommen müssen einen erheblichen Teil davon wieder abführen und können selbst keine notwendigen investitionen tätigen oder Schulden abbauen.

    Weiterhin muss berücksichtigt werden, dass über den Europool als Zahlungs- und Leistungsbilanzüberschüsse automatisch und unbemerkt die Defizite der Südländer finanzieren.

    bei einer Umschuldung Griechenlands können Kapitalerhöhungen bei der buba notwendig werden (Abschreibung Schrottanleihen, Finanzierung ausländischer banken), gegebenfalls auch noch weitere Stützungen bei deutschen banken und Versicherungen.

    Wir werden also nichts davon haben, leider, wieder einmal!

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