Steuern: Steuerabkommen mit der Schweiz naht

Steuern: Steuerabkommen mit der Schweiz naht

Bild vergrößern

Nachbesserung gefordert - Für Bundesfinanzminister Schäuble ist das deutsch-schweizerische Steuerabkommen längst Herzensangelegenheit.

von Christian Ramthun

Die Verhandlungen mit den Eidgenossen stehen vor dem Abschluss. Die einmalige Nachbesteuerung von deutschen Vermögen in der Schweiz wird wohl höher ausfallen als zunächst vereinbart.

Für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht es um eine Herzensangelegenheit, für die Schweiz um ihren Bankenstandort und für die SPD-geführten Bundesländer um Gerechtigkeit und – Geld. Hinter verschlossenen Türen verhandeln die drei Parteien intensiv, um das deutsch-schweizerische Steuerabkommen noch rasch in trockene Tücher zu bekommen. Denn während sich die Finanzministerien beider Staaten schon seit Herbst 2011 handelseinig sind, fordern die SPD-regierten Bundesländer Nachbesserungen.

Höhere Nachbesteuerung und pauschale Erbschaftsteuer

Anzeige

Das Bundesfinanzministerium geht intern von einer Einigung aus. Schäuble verhandelt aber unter größter Geheimhaltung, um die heiklen Gespräche nicht scheitern zu lassen. Wie aus Verhandlungskreisen zu erfahren ist, soll die einmalige Nachbesteuerung von deutschen Vermögen in der Schweiz nun höher ausfallen als die bereits vereinbarten 19 bis 34 Prozent. Im Gespräch sind nun 21 bis 41 Prozent. Erbschaften sollen pauschal mit 50 Prozent versteuert werden, wenn sich Erben nicht offenbaren.

Übersicht der Profiteure von Nachbesteuerungen deutscher Vermögen in der Schweiz (zum Vergrößern bitte Bild anklicken).

Übersicht der Profiteure von Nachbesteuerungen deutscher Vermögen in der Schweiz (zum Vergrößern bitte Bild anklicken).

Ferner soll die ursprünglich vereinbarte Begrenzung für Kontoabfragen wegfallen. Erlaubt sind bisher höchstens 999 Abfragen binnen zwei Jahren. Doch den USA räumt die Schweiz in einem bilateralen Steuerabkommen nun weitgehende Zugriffsrechte ein. „Dahinter können wir nicht zurückstecken“, sagt ein Schäuble-Vertrauter, „und die Schweizer sehen das ein.“ Damit gäbe es faktisch unbegrenzte Kontrollmöglichkeiten von deutschen Finanzbehörden auf die Konten, die Bundesbürger in der Schweiz unterhalten. Auch diese wichtige Forderung der SPD-Länder wäre somit erfüllt.

weitere Links zum Artikel

Die Bundesländer würden von dem Steuerabkommen kräftig profitieren. So sei schon durch die Einmal-Nachzahlung aus der Schweiz mit „mindestens zehn Milliarden Euro zu rechnen“, heißt es im Schäuble-Ressort. Davon würden die Bundesländer mehr als zwei Drittel erhalten, geht aus einem internen Tableau hervor.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%