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Steuerschätzung: Ein skandalöses Armutszeugnis - für Steinbrück

von Christian Ramthun (Berlin)

Zwar brechen die Steuereinnahmen jetzt kräftig ein, doch sie liegen noch weit höher als 2005. Jetzt zeigt sich der eigentliche Skandal: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat in den guten Zeiten nicht gespart, geschweige denn etwas auf die hohe Kante für Krisenzeiten gelegt.

Bundesfinanzminister Peer Quelle: REUTERS
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) Quelle: REUTERS

Der Steuerschätzerkreis hat diese Woche rückläufige Steuereinnahmen allein für 2009 von 42 Milliarden gegenüber der bisherigen Annahme prognostiziert, für die Jahre von 2010 bis 2013 ein Minus von zusammen 312 Milliarden Euro.

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Das klingt nach Armageddon. Und Steuersenkungen seien nun überhaupt nicht mehr drin, tönt SPD-Politiker Steinbrück. Doch macht man sich die Mühe, die für die kommenden Jahre prognostizierten Steuereinnahmen mal in Relation zu setzen - etwa zu Beginn dieser Legislaturperiode -, so verlieren die Zahlen ihre Dramatik.

Herausragende Zeiten vertändelt

Denn: 2005 lagen die Steuereinnahmen in Deutschland insgesamt bei 445 Milliarden Euro, 2009 sollen sie 527 Milliarden erreichen - ein Plus von gut 80 Milliarden Euro.

Der Bund allein erhielt 2005 Steuereinnahmen von 190 Milliarden Euro, 2009 soll er 226 Milliarden bekommen, also 36 Milliarden Euro mehr. Ist das eine Katastrophe? Nein, die Katastrophe für Deutschland ist, dass diese Bundesregierung und dieser Bundesfinanzminister die herausragenden Zeiten 2006 bis 2008 haushalterisch vertändelt haben. Statt zu sparen, hat die Bundesregierung ihre Ausgaben um mehr als 30 Milliarden Euro jährlich aufgebläht.

Jetzt sollte Steinbrück endlich mal ans Sparen denken.

52 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 18.05.2009, 22:16 UhrAnonymer Benutzer: na und ?

    frau merkel postulierte jüngst, dass wir steuerzahler ihre verbündeten seien - ungefragt natürlich.
    das gute an steinbrücks amt ist ja die willkür die er pflegen darf. banken werden untertstützt, private bekommen nur entschädigung von der bank, wenn provisionen verschwiegen wurden - also nicht der sache halber sondern nur bei formfehlern... kauphting kunden werden auch entschädigt, lehmann aber nicht - egal ob oma oder nicht... unternehmen werden nicht gestützt - nur bei veralteten industrien und für die die als erste am trog stehen. die change hat der abwracker ja auch, aber wenn ich keine lust auf ein neues auto hab zahl ich wenigstens für das von meinem nachbarn mit. herren lasst es hirn regnen...

  • 18.05.2009, 17:42 UhrAnonymer Benutzer: Sparen, niemals !

    Der Staat hat eine unendliche Kreditlinie. Warum zur Hölle sollte er so unglaublich dumm sein und sparen ?

    Es ist doch viel leichter ein paar Wahlversprechen abzugeben und dann eine neue Staatsanleihe zu emittieren. Die Hinterlegen die Geschäftsbanken dann als "Sicherheit" und können sich damit ein Vielfaches von der EZb ausleihen und an den Staat und andere weiterverleihen. So einfach !!!!!!!!!!!!!!!!

    Wenn Sie sich für immer unendlich viel Geld ausleihen könnten, ohne jemals auch nur einen Cent zurückzuzahlen, würde Sie es dann nicht auch einfach machen ?

  • 18.05.2009, 12:27 UhrAnonymer Benutzer: egd

    der Staat hat noch nie in der Geschichte seine Schulden zurückgezahlt. Sparen kann man nur, wenn man weniger ausgiebt als man einnimmt, ziemlich trivial!!
    Übrigens unsere verbeamteten Staatsdiener genießen eine sehr gute Versorgung und die belastund für den Haushalt nimmt zu:
    - noch müssen nicht alle bis 67 arbeiten
    - kein Nachhaltigkeitsfaktor bei der Pension im Gegensatz zur Rente
    - beihilfesystem mit bester Gesundheitsversorgung mit Steuergelder
    Übrigens hat man ausgerechnet, dass ab 2015 in manchen bundesländern jeder 4-te Euro von der eingenommenen Steuer in Pensionen und beihilfe fließen.
    Die List ließe sich noch endlos fortführen

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