Strafzölle: Welt-Stahlkrisengipfel in Berlin

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Stahlproduktion in Duisburg.

von Christian Schlesiger

Angesichts der Drohung der US-Regierung, Stahlimporte mit Strafzöllen zu belegen, lädt die Bundesregierung zu einem Stahlkrisengipfel ein.

Ende November sollen Minister und hochrangige Beamte der Stahl produzierenden OECD-Länder in die deutsche Hauptstadt reisen, um das Thema Stahlüberkapazitäten zu besprechen, erfuhr die WirtschaftsWoche aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Handelsstreitigkeiten zwischen China, den Vereinigten Staaten und Europa sollen so möglichst abgewendet werden. „Wir wollen gemeinsam diskutieren, wie wir Überkapazitäten auf den Weltmärkten verhindern und fairen Wettbewerb garantieren können“, sagte Matthias Machnig, Staatssekretär im BMWi, der WirtschaftsWoche. „Unser Ziel ist, neue Strafzölle für unsere Unternehmen zu verhindern.“

An dem Treffen sollen die Mitglieder des Stahlkomitees der OECD teilnehmen. Zu der 25 Länder großen Gruppe gehören die USA, die Europäische Union, Kanada, Japan und Korea. Auch diverse assoziierte Mitglieder wie Russland, Brasilien und China  sind eingeladen. Von den US- Strafzöllen gegen Stahlimporte wären möglicherweise auch deutsche Unternehmen wie Salzgitter und Dillinger Hütte betroffen, ebenso der österreichische Stahlkocher Voestalpine.

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Machnig war in Sachen Stahl bereits Mitte September zu mehrtägigen Verhandlungen nach Washington gereist. „Wir haben die US-Seite hochrangig eingeladen und hoffen, dass wir dort eine gemeinsame Linie zur Reduzierung der Stahlüberkapazitäten finden werden“, sagte der SPD-Politiker der WirtschaftsWoche. Der umstrittene Bericht der US-Regierung, der die angeblichen Dumpingstrategien der Stahlhersteller aus China und dem Rest der Welt belegen und konkrete Strafzölle definieren soll, soll bis Januar 2018 vorgelegt werden.

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