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Straßenbau: Nano stoppt Schlaglöcher

von Dieter Dürand

Ein neuartiger Baustoff macht Straßen resistent gegen Frost und senkt drastisch die Reparaturkosten.

Ein großes Schlagloch sorgt Quelle: dpa
Ein großes Schlagloch sorgt für einen Engpass auf einer Straße im niedersächsischen Oldenburg. Quelle: dpa

Während Millionen deutscher Autofahrer sich dieser Tage darin üben, die nach Schnee und Eis unzählig aufgerissenen Schlaglöcher zu umkurven, fürchten die Stadtkämmerer, dass deren Reparatur noch tiefere Löcher in ihre ohnehin klammen Kassen reißen wird. Ein neuartiger Baustoff namens Nanoterrasoil des Münchner Unternehmens Nanosky könnte beiden künftig das Leben erleichtern. Die Mixtur aus ungiftigen Polymeren, winzigsten Siliziumdioxidpartikeln und Latex wird mit Zement und Wasser in die Tragschicht unter dem Asphalt eingearbeitet, wo sie in sämtliche noch so kleine Hohlräume kriecht.

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30 Prozent weniger Kosten

So entsteht ein fester Untergrund, der selbst extremen Wetterbedingungen und dem Gewicht tonnenschwerer Lastwagen trotzt. „Weil der Boden nicht einen Millimeter nachgibt, bleibt der Belag darauf intakt“, erläutert Nanosky-Chef Michael Scheele. Die Nanorezeptur eignet sich für den Neubau wie für die Sanierung von Straßen. Eine Fräse mischt die alte Teerdecke dann einfach mit unter. Das erspart deren Abtransport und die teure Deponierung.

Auf einem Abschnitt der Brennerautobahn und auf Straßen in Sibirien hat sich der Baustoff bestens bewährt. Die Betreiber sind begeistert: „Bauzeiten und Kosten sinken um 30 Prozent“, sagt Paolo Duiella, Präsident der privat betriebenen Brennerautobahn. Die Straßendecken, so zeigen die Erfahrungen, halten mindestens doppelt so lang. Und warum wird das Verfahren dann in Deutschland noch nicht eingesetzt? Scheele hat eine Vermutung: „Die Straßenbau-Unternehmen haben wenig Interesse daran, etwas so Haltbares zu bauen.“ Aber dann doch die Kämmerer? „Seit die Schäden so massiv geworden sind, häufen sich die Anfragen“, bestätigt Scheele.

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 02.02.2011, 17:36 UhrAnonymer Benutzer: Anne Adam-Gleim

    Straßenbau ist keine kreative Tätigkeit sondern das Ergebnis von technischen Regelwerken. Diese werden von Ausschüssen, welche sich aus Vertretern der Verwaltungen, instituten und Firmen zusammensetzen, erarbeitet. Solange die beschriebene Technik keine Regelbauweise wird, kann sie in Deutschland nicht angewendet werden. Einen Teufel werde ich tun, Steuergelder für nicht erprobte bauweisen zu riskieren.

  • 20.01.2011, 12:29 UhrAnonymer Benutzer: CashCruiser

    Es ist einfach zu erklären: Die Ausschreibungen werden aus dem internet gezogen oder bei den Anbietern auf der internetseite heruntergeladen. Außerdem werden fast immer wieder die Ausschreibungstexte genutzt, die immer schon genutzt worden sind. Alternativen werden sogar teilweise ausgeschlossen, da der "Ausschuß" das nicht versteht, was alles an Neuheiten auf dem Markt besteht. Daher finde ich den Artikel nicht als Schleichwerbung, sondern als information für die ARMEN Gemeinden und Landkreise, die ihre Gelder (also unsere Steuergelder) optimaler einsetzen wollen. Also - Anbieter prüfen und die Gewährleistungsmöglichkeiten erweitern und nutzen und dann einfach mal auf den ersten Strecken nutzen. Der Anbieter haftet dann bei Pfusch und Mängeln - wenn es unsere Steuergelder spart, sollte man beide Ohren aufhaben und nicht immer NUR nach Made in Germany schauen - manche tolle Produkte wachsen nicht in Deutschland, oder warum kaufen Deutsche so viele bananen aus dem Ausland ???

  • 19.01.2011, 21:43 UhrAnonymer Benutzer: Bürger

    Eine dreistere Schleichwerbung habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Warum ist dieser Artikel nicht als "Werbung" markiert. Redaktionsarbeit war das sicher nicht. Peinlich!

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