Strompreis: Chef von Regierungskommission sagt weiteren Strompreisanstieg voraus

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Ein Stromzähler.

von Cordula Tutt

Die von Bund und Ländern vereinbarten Abstriche bei der Förderung erneuerbarer Energien taugen aus Expertensicht nicht, den Anstieg der der Strompreise nennenswert zu bremsen.

Der Vorsitzende der Monitoring-Kommission zur Energiewende im Auftrag der Bundesregierung, Andreas Löschel, sagte der WirtschaftsWoche: „Die Kosten für Endverbraucher steigen seit zehn Jahren und alle Indikatoren zeigen weiter stark nach oben.“ Der politische Kompromiss nun helfe wenig. „Die Strompreise werden wieder nach oben gehen, wenn die Windparks auf See ans Netz gehen oder wenn herkömmliche Kraftwerke umfassender gefördert werden sollten. Auch der Netzausbau wird noch teuer.“ Deshalb werde auch die Umlage weiter steigen, die Stromverbraucher an die Betreiber von Windparks oder Solaranlagen zahlen. Diese schlägt zurzeit mit 6,24 Cent je Kilowattstunde zu Buche. „Bei der Umlage für Erneuerbare ist nicht bei sechseinhalb Cent Schluss“, sagt der Ökonom am Mannheimer ZEW voraus, der am kommenden Dienstag den aktuellen Monitoring-Bericht an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) überreichen wird. „Die könnte in fünf Jahren um zwei Cent steigen.“ Löschel fordert, dass Energieerzeuger aus Sonne, Wind oder Biomasse künftig Risiken für ihr Geschäft tragen müssen statt wie bisher feste Vergütungen zu bekommen. „Sinnvoll wäre, erneuerbaren Energien eine einheitliche, fixe Prämie auf den Strompreis zuzugestehen. Dann bestehen die, die am ehesten marktfähig sind.“

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