Studie: DIHT: Gesundheitsfonds kostet Unternehmen 2,8 Milliarden Euro

Studie: DIHT: Gesundheitsfonds kostet Unternehmen 2,8 Milliarden Euro

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Ein Sparschwein steht auf der Theke einer Arztpraxis

Bis zu 2,8 Milliarden Euro an Mehrkosten kommen 2009 wegen des Gesundheitsfonds auf die Arbeitgeber zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Berechnung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHT) im Auftrag der WirtschaftsWoche.

Der Grund für die Ausgabenexplosion liegt in steigenden Beitragssätzen für die gesetzlichen Krankenkassen. Davon sind vor allem die Betriebskrankenkassen der großen Unternehmen betroffen, die bisher meist vergleichsweise niedrige Beitragssätze erheben.

Die Bundesregierung will im Herbst einen Einheitssatz für alle gesetzlichen Krankenkassen festlegen. Dieser soll ab 1. Januar 2009 gelten, wenn der umstrittene Gesundheitsfonds, das Herzstück der Gesundheitsreform, in Kraft tritt.  Experten gehen davon aus, dass der Einheitssatz bei mindestens 15 Prozent liegt, der Ersatzkassenverband VdAK rechnet sogar mit 15,32 Prozent. Heute liegt der Durchschnittsatz aller gesetzlichen Krankenkassen bei 14,85 Prozent. Von der Neuregelung  profitieren vor allem die Versicherten in heute  teuren Kassen wie vielen Allgemeinen Ortskrankenkassen. Günstige Kassen mit Beitragssätzen von zum Teil knapp über 12 Prozent dagegen werden teurer.

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Nach Berechnungen der WirtschaftsWoche müssen 170 von insgesamt 219 gesetzlichen Kassen ihre Beiträge anheben, wenn der Einheitssatz bei 15,3 Prozent liegt. Bei einem Einheitssatz von 15 Prozent wären es 143. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt weist im Interview mit der WirtschaftsWoche allerdings darauf hin, dass diese Kassen nicht die Mehrheit der Versicherten repräsentieren. „Die Bundesregierung wird zum ersten Mal einen einheitlichen Betrag festlegen. Davon profitieren vor allem Menschen mit geringem Einkommen, weil diese häufig in Kassen mit überdurchschnittlichen Beiträgen versichert sind“, sagte Schmidt.

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