Studie: Mehrheit der Deutschen mit Lohn zufrieden

Studie: Mehrheit der Deutschen mit Lohn zufrieden

, aktualisiert 11. Dezember 2017, 08:56 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Laut einer Studie ist die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer mit ihrem Lohn zufrieden. Ungerechtigkeit wird allerdings im Niedriglohnsektor verspürt. Tarifverträge tragen in der Regel zur Zufriedenheit bei.

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Das Sozio-oekonomische Panel ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung. Sie wird seit 1984 regelmäßig zu Themen wie Einkommen und Erwerbstätigkeit durchgeführt.

Berlin Die Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland ist mit ihrem Lohn zufrieden. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die der „Rheinischen Post“ (Montag) vorliegt. Demnach gaben 61 Prozent aller Arbeitnehmer an, sich gerecht bezahlt zu fühlen. Im Westen liege der Anteil höher als im Osten, schreibt die IW-Lohnexpertin Helena Schneider unter Berufung auf das Sozio-oekonomische Panel.

Den Ergebnissen zufolge fühlten sich Beschäftigte im Niedriglohnsektor bezüglich ihres Bruttoverdienstes ungerechter entlohnt als Personen mit höheren Bruttostundenlöhnen. Jedoch gab auch hier mit 53,1 Prozent die Mehrheit an, gerecht entlohnt zu werden. Mehrheitlich unzufrieden sind demnach Niedriglohnempfänger im Osten. Dort empfanden nur 38,4 Prozent ihr Bruttoeinkommen als gerecht. Das sind fast 20 Prozentpunkte weniger als im Westen.

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„Beschäftigte, die nach einem Haus- oder Flächentarifvertrag bezahlt werden, fühlen sich im Durchschnitt gerechter entlohnt als Arbeitnehmer aus Betrieben ohne Tarifbindung“, schreibt die Autorin. Während 63,2 Prozent der nach Tarif bezahlten Beschäftigten ihr Bruttoeinkommen als gerecht empfänden, betrage dieser Wert für nicht tarifgebundene Arbeitnehmer 56,3 Prozent.

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist eine seit 1984 laufende repräsentative Wiederholungsbefragung. Dafür werden zurzeit jedes Jahr in Deutschland etwa 30.000 Menschen zu Themen wie Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung oder Gesundheit befragt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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