Studie zur „Generation Mitte“: Zufrieden im Heute, Angst vor morgen

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Studie zur „Generation Mitte“: Zufrieden im Heute, Angst vor morgen

von Marc Etzold

Sie fordern geringere Steuern, ein besseres Bildungssystem und weniger soziale Ungleichheit. Den 35 Millionen Menschen der „Generation Mitte“ geht es sehr gut. Aber sie zweifeln daran, ob das so bleiben wird.

Die Leistungsträger der Gesellschaft sind glücklich und zugleich besorgt. 76 Prozent der 30- bis 59-Jährigen schätzen ihre individuelle Lebensqualität als gut oder sehr gut ein. Sogar neun von zehn sind insgesamt mit der Lebensqualität in Deutschland zufrieden. Bei Themen wie Bildung oder Chancengleichheit müsse die Bundesrepublik aber besser werden.

Diese Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft am Mittwoch veröffentlicht. Im Auftrag des GDV hatte das Institut für Demoskopie Allensbach 1.020 Menschen der „Generation Mitte“ befragt.

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Die Demoskopen haben fünf Bereiche identifiziert, welche die Menschen als wichtig ansehen für eine hohe Lebensqualität. Demnach sagen 86 Prozent, dass ihnen eine gute Gesundheitsversorgung wichtig ist, 76 Prozent nennen zudem die Meinungsfreiheit und ein gutes Bildungssystem als weitere Anforderungen, 73 Prozent Rechtssicherheit und 67 politische Stabilität.

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In einigen dieser Bereiche bekommt Deutschland gute Noten. So loben 73 Prozent die politische Stabilität in Deutschland, 72 Prozent die wirtschaftliche Lage und 67 Prozent die soziale Absicherung. Ganz zum Wohlbefinden der mittleren Generation. „Die Ängste um die Sicherheit des Arbeitsplatzes sind so gering, wie seit Jahrzehnten nicht mehr“, sagt Allensbach-Chefin Renate Köcher. Überhaupt gebe es wenige Länder auf der Welt, wo so viele die Lebensqualität positiv bewerten würden.

Gerade bei langfristigen Themen melden viele jedoch auch Sorgen an. So sagen zwar 76 Prozent, dass sie ein gutes Bildungssystem für wichtig halten, lediglich 56 Prozent sind damit aber zufrieden. 57 Prozent ist das Thema Chancengleichheit wichtig. Nur etwa ein Drittel meint allerdings, dass niemand wegen seines Geschlechts oder seiner sozialen Herkunft benachteiligt wird.

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50 Prozent der Befragten wünschen sich zudem, dass Familie und Beruf miteinander vereinbar sind. Lediglich ein Viertel glaubt allerdings, dass das in Deutschland möglich ist. Knapp die Hälfte der 30- bis 59-Jährigen meint zudem, die Kluft zwischen Arm und Reich dürfe nicht zu groß sein. Nur 15 Prozent halten diesen Zustand in Deutschland für gegeben.

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