Tabaksteuer: Bundesregierung macht es Rauchern schwer

Tabaksteuer: Bundesregierung macht es Rauchern schwer

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Ein Gast zündet sich in einem Restaurant in München eine Zigarette an.

9,08 Cent sollen ab dem ersten Mai 2011 pro Zigarette an den Staat gehen – pro Schachtel bedeutet dies gut 15 Cent mehr als im Vorjahr.

13,5 Milliarden Euro knöpfte die Regierung 2010 den Rauchern ab. Doch das ist den Beamten nicht genug. Eine Erhöhung der Tabaksteuer soll allein 2011 rund 200 Millionen Euro mehr einbringen. In den Jahren 2012 bis 2015 soll je einmal die Steuer angehoben werden, was dem Staat ab 2015 eine zusätzliche Milliarde Euro pro Jahr beschweren soll. Dazu kommen dann noch Mehrwertsteuer und die Ertragssteuern der Zigarettenindustrie.

Die gibt die Steuererhöhung komplett an die Verbraucher weiter: Gleich 20 Cent teurer soll eine Schachtel mit 19 Glimmstängeln werden. So soll der Preis eines Päckchens der bei den Konsumenten beliebtesten Marke Marlboro künftig nicht mehr bei 4,70 Euro, sondern mit 4,90 Euro nur bei knapp unter fünf Euro liegen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von etwa fünf Prozent.

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Raucher hamstern Zigaretten

Willy Fischel, Geschäftsführer des Bundesverbands des Tabak-Einzelhandels, erwartet daher, dass einige Käufer auf billigere Alternativen ausweichen werden, so zum Beispiel Feinschnitt zum selber drehen. Der Preis für eine 40-Gramm Packung soll allerdings ebenfalls um zwölf bis 14 Cent klettern. Viele Betroffene – darunter sowohl Verbraucher als auch Händler – haben sich deshalb bereits Vorräte angelegt: Nach Angaben das Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden in den ersten Monaten dieses Jahres 17,5 Prozent mehr Zigaretten versteuert als im Jahr davor, bei Zigarren und Zigarillos waren es knapp zehn Prozent. Die Menge an versteuertem Feinschnitt nahm sogar fast ein Viertel (24,7 Prozent) zu - scheinbar wollen sich die Meisten schon einmal im Drehen üben, bevor es ernst wird. Insgesamt stieg der Tabakwarenumsatz um 18,7 Prozent (6,3 Milliarden Euro).

Lieber viele kleine Erhöhungen als eine große

Laut Fischel seien die Händler zwar von der Steuererhöhung nicht begeistert, „Aber wenn das schon sein muss, dann besser in kleinen Schritten, so wie es jetzt geplant ist." In der Vergangenheit dagegen sei die Tabaksteuer meist auf einen Schlag drastisch erhöht worden, so wie zuletzt im 2009. Im Krisenjahr hatte es gleich zwei Änderungen gegeben: Im Sommer wurden 20 Cent aufgeschlagen und ab Herbst mussten die Hersteller auf Anordnung der Regierung statt 17 mindestens 19 Zigaretten in eine Schachtel füllen. Eine Packung Markenzigaretten kostete danach 4,50 Euro oder mehr.

Dieses Mal wird sich der Betrag bis 2015 jährlich um etwa vier bis acht Cent steigern. Mit einer gravierenden Marktveränderung rechnet Fischel deshalb aber nicht.

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