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Tarifeinheit: Familienunternehmen wollen mehr Gewerkschafts-Vielfalt

von Henning Krumrey

Der Verband der Familienunternehmer wehrt sich gegen Pläne des DGB und des Arbeitgeber-Dachverbands BDA, die Rechte kleiner Gewerkschaften zu beschränken.

Unternehmer hätten in einigen Branchen mit der Vielfalt „sehr positive Erfahrungen“ gemacht, sagte Verbandspräsident Patrick Adenauer der WirtschaftsWoche. Diese Konkurrenz hätte auch dazu geführt, dass beispielsweise die IG Metall mit der Zeit flexibler geworden sei. Nachdem das Bundesarbeitsgericht die „Tarifeinheit“ untersagt hatte, wonach in jedem Betrieb nur ein Tarifvertrag gelten darf, prüft das Bundesarbeitsministerium, ob es mit einem neuen Gesetz den alten Zustand wieder herstellen soll. DGB und BDA plädieren dafür, dass in jedem Betrieb die größte Gewerkschaft den Kurs vorgibt – das wären meist die DGB-Organisationen. Am Dienstag veranstaltet das Bundesministerium für Arbeit ein Kolloquium zur Tarifeinheit.

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Die Probleme seien bisher ohnehin nur im öffentlichen Dienst und in ehemaligen Staatsunternehmen wie Bahn oder Lufthansa aufgetreten, so Adenauer. Dort hatten kleine Spartengewerkschaften der Ärzte, Lokführer oder Piloten den Betrieb lahmgelegt. Deshalb fordern die Familienunternehmer, dass „für Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge und Infrastruktur verpflichtende Schieds- und Schlichtungsverfahren gesetzlich vorgeschrieben werden, bevor Streikaktionen gestartet werden können“. Das würde „die Erpressungsmacht aller Gewerkschaften“ in diesem Sektor begrenzen.

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