Tarifstreit: Flughafen-Streiks erneut ausgeweitet

Tarifstreit: Flughafen-Streiks erneut ausgeweitet

Bild vergrößern

Passagiere müssen sich in Frankfurt auf lange Wartezeiten gefasst machen.

Quelle:dpa

Die Streiks der Flughafenmitarbeiter in Frankfurt sollen nun bis Freitag andauern. Fraport rechnet mit wenigen Ausfällen.

Der Arbeitskampf am Frankfurter Flughafen verschärft sich weiter: In der Nacht zum Dienstag verlängerte die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) ihren Streik erneut. Bis Freitagabend 23.00 Uhr soll der Ausstand der rund 200 Vorfeldmitarbeiter nun dauern. Ursprünglich sollte diese die Arbeit nur 24 Stunden ruhen lassen. Am Montag weitete die GdF die Streiks dann bis Dienstagmorgen aus. Trotz des Streiks können Reisende aber hoffen: Der Flughafen-Betreiber Fraport und der Hauptkunde Lufthansa gingen zunächst von weniger Ausfällen als in der vergangenen Woche aus. Um die Auswirkungen des Arbeitskampfes der Vorfeldlotsen, Einweiser und Disponenten abzufedern, hat Fraport Mitarbeiter geschult, die deren Aufgaben übernehmen. Der Tarifkonflikt ist festgefahren.

„Natürlich wollen wir den Druck erhöhen“, sagte GdF-Sprecher Matthias Maas der Nachrichtenagentur dpa am Dienstagmorgen. Der Flughafen-Betreiber Fraport solle an den Verhandlungstisch zurückkehren. Maas kritisierte zugleich, dass eigens geschulte Mitarbeiter die Aufgaben der Streikenden übernehmen. Eine zu kurze Einarbeitungszeit sei „fahrlässig und gefährlich“. Er habe Zweifel, dass die Mitarbeiter alle berechtigten Lizenzen hätten.

Anzeige

Frankfurter Flughafen Der Streik hat destruktives Potenzial

Sagenhafte 73 Prozent mehr Lohn fordert das Vorfeld-Personal in Frankfurt. Der Streik könnte sich zum Eigentor entwickeln.

Mitarbeiter mit viel Konfliktpotenzial: das Vorfeld-Personal Quelle: dpa

Am Montag waren während der 18 Stunden Betriebszeit am zentralen deutschen Drehkreuz 240 von 1271 geplanten Flügen aus, wie eine Fraport-Sprecherin am Montagabend sagte. Das waren rund 60 weniger als am Freitag vergangener Woche mit gut 300 Ausfällen in lediglich 14 Stunden Streik. Für den Dienstag plante die Lufthansa nur noch mit 160 gestrichenen Starts und Landungen. Der Interkontinentalverkehr werde weiterhin im vollen Umfang aufrechterhalten, der Flugplan innerhalb Deutschlands und Europas werde ausgedünnt. „Wir haben es immer besser im Griff, einen stabilen Flugverkehr abzuwickeln“, sagte Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels.

Der Flugverkehr mit zahlreichen Umbuchungen auf andere Flüge und das Umsteigen auf die Bahn liefen „den Umständen entsprechend reibungslos“, ergänzte eine Sprecherin. Konkurrent Air Berlin berichtete ebenfalls von einigen Ausfällen nach Frankfurt.

Die Passagiere werden aber ebenfalls umgebucht. Viele Reisende steigen auf die Fernzüge der Deutschen Bahn um. Besonders auf den Nord-Süd-Strecken nach Stuttgart, München, Berlin und Hamburg seien mehr Fahrgäste unterwegs, sagte ein Bahnsprecher in Berlin.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%