Kommentare zu: Drunter geht's nicht

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34 Kommentare
  • 15.03.2011, 15:35 UhrAnonymer Benutzer: Heiner

    Herr Schnaas, es wäre viel hilfreicher, wenn Sie klar sagen würden, wie sich die von ihnen angegriffenen Politiker jetzt verhalten sollten, damit sie ihrerr Kritik entgehen. ich sehe da keinen Weg. Reagieren sie nicht, schlecht! Reagieren sie, auch schlecht!
    Tatsache ist, dass dies der erste Atomunfall ist in einen AKW mit Sicherheitsstandards die mit den deutschen vergleichbar oder sogar noch höhere sind. Das war bisher nie der Fall, also ist die Situation objektiv neu! Aber selbst zuvor hat niemand jemals ein Restrisiko ausgeschlossen. Und dass ein Restrisikofall eintreten kann, weiß (hofft) jeder Lottospieler, sonst würde er nicht spielen.
    Unabhängig davon ist das Risiko im Straßenverkehr zu verunglücken ungleich höher als an einem AKW-Unfall, und selbst wenn Sie diesem ausweichen, lieber Herr Schnaas und zuhause im bett bleiben, besteht für Sie das Restrisiko, dass ihnen dabei die Decke auf den Kopf fällt (nicht symbolisch gemeint). Und wie Sie schon erwähnten, was schief gehen kann, wird irgendwann schiefgehen (Murphys Gesetz). Also auch nicht zuhause bleiben und schon gar nicht ins bett liegen. Lassen Sie mich wissen, wie Sie sich entscheiden!

  • 15.03.2011, 15:46 UhrAnonymer Benutzer: Uli P.

    Herr Schnaas hat völlig Recht: Mutti Merkel und ihre Angehörigen dreh'n ihr Fähnlein nach dem Wahlkampf-Wind ...und (vorher)nach der Energie-Lobby. Anscheinend gab's kein besonderes Restrisiko, da konnte man ja die Laufzeiten verlängern. So etwas nenne ich Klientel-Pötitik! Aber es stehen Wahlen vor der Tür...

  • 15.03.2011, 15:47 UhrAnonymer Benutzer: Bombensicher? TODSICHER

    Endlich mal ein guter, echter Journalismus, ich gratuliere!!! ich hoffe das bleibt ab jetzt in die Ewigkeit so!!! Denn nur das ständige abschreiben von Newstickern, wie in der Vergangenheit meist praktiziert, verdient das Wort Journalismus sonst nicht mehr. ich hoffe Sie leiten damit endlich eine neue Ära ein. bitte weiter so!!! Danke

  • 15.03.2011, 15:48 UhrAnonymer Benutzer: Wolfgang Ellesser

    Es sieht düster aus für den Erhalt des €, wenn Frankreich seine Atomwirtschaft drastisch einschränken müßte. Auch für Deutschland wäre dies nicht gut, wenn Frankreich als Lieferant von Atomstrom ausfallen würde, wenn Deutschland die Produktion von Atomstrom drastisch reduziert. Wahlzwänge führen dazu, daß die Politik von der Masse des Volkes bestimmt wird, gleichgültig ob die Masse des Volkes richtig liegt oder nicht. Also zurück zum Agrarstaat. Am besten, Frau Merkel unternimmt mit Herrn Sarkozy einen neurlichen spaziergang am Strand von Deauville, um ihm ihren Sinneswandel nahezubringen.

  • 15.03.2011, 16:04 UhrAnonymer Benutzer: Ulrich

    Da sieht man wieder was für eine opportunistische, verantwortungslose und machtgeile Frau unsere Kanzlerin ist. Um an der Macht zu bleiben würde Frau Merkel alle verraten, natürlich inklusive ihrer Wähler.
    So ist das bei Physikern - von Praxis keine Ahnung.
    Was hat sich denn geändert seit Japan - nichts.
    Erdbeben gab es schon, Tsunamis gab es schon aber unsere Atommeiler waren angeblich immer sicher. Seit aber die Gefahr besteht, dass endlich einige Leute aufwachen und sich nicht mehr durch gefälschte oder geschönte Gutachten (Endlager etc.) für dumm verkaufen lassen sind unsere Meiler doch nicht mehr so sicher.
    Die einzige sichere und nachhaltige Energieversorgung funktioniert nur über Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten mit Solar- und Windstrom in der Wüste und Wasserstoff (durch Elektrolyse aus Meerwasser) als Energieträger in die EU. Damit hat man CO2 freie Energie ohne Ende sowohl für Verstromung als auch für den Verkehr (direkt H2 oder brennstoffzellen).
    Dies setzt aber Planung als auch Kooperation mit anderen Ländern voraus.
    Eine Unmöglichkeit sowohl für deutsche als auch für europ. Politiker (sieht man ja jetzt mit Libyen).
    Was haben uns den die Jahre seit Helmut Schmidt außer Schulden auf Kosten anderer - absolut nichts. Heute ist es doch schon eine Leistung einer Partei wenn sie nicht einen neuen Schuldenrekord aufstellt und einmal in ihrer Amtszeit weniger Schulden als im Vorjahr macht.
    Schuld war immer die vorherige Regierungspartei (owohl man teilweise mit an der Regierung war), wie lächerlich.
    in keinem Kernthema (Energie, Gesundheit, Rente) wurde auch nur der Ansatz einer Lösung erreicht egal mit welcher Partei oder Parteien.
    Es wird langsam Zeit, dass endlich mal eine Spur Sachverstand in der Politik Einzug hält und nicht nur Leute ohne jede Skrupel und Verstand dieses Land regieren. Sowohl bei CDU/CSU, SPD, FDP, Grünen und Linken sehe ich da aber leider niemanden oder wie seht ihr das.

  • 15.03.2011, 18:25 UhrAnonymer Benutzer: Joker1

    Sicherlich ist Frau Merke eine gewiefte Taktikerin, ab Sie hat
    wenigstens den Mut und entscheidet hier. Wenn man sich an
    andere Leader in Deutschland erinnert, das herumgeeiere, die
    wachsweichen Statements, dann muss man doch fairer Weise
    anerkennen, daß jetzt wenigstens hier mal eine klare Entscheidung
    eingeleitet wurde.
    Vielleicht gelingt ihr dies bei den Euro-Rettungsaktionen auch noch.
    Man sollte einen geraden Weg gehen, vernünftig und nicht ohne das
    Ganze zu sehen. Es gibt immer einen Weg, auch für den Euro,
    man muss nur handeln, diejenigen, die keine Disziplin und Sicher-
    heiten bringen bzw. bereitstellen, müssen aus der Währungsunion
    austreten.

  • 15.03.2011, 18:30 UhrAnonymer Benutzer: alle schimpfen

    auf Merkel. Nur einer nicht.
    Gaddafi hat in einem interview heute Merkel und Westerwelle gelobt.
    immerhin noch einer....

  • 15.03.2011, 19:45 UhrAnonymer Benutzer: Shalom

    Hallo Herr Dieter Schnaas,
    wo gibt es in 2011 noch eine "kommunistische Sowjetunion"??
    Was das moderne Rußland derzeit besitzt, sind ihrer Meinung nach Schrottmeiler!!
    Hat der SuperGau schon gewirkt??

  • 15.03.2011, 19:47 UhrAnonymer Benutzer: Umverteiler

    Jahrzehntelang hat die Politik auch im Namen der 4 AKW-betreiber dem Wahlschaf weisgemacht, das Risiko der Erzeugung von Strom in AKWs wäre Null. Das Restrisiko ist aber nie Null und kann auch prinzipiell nie auf Null reduziert werden, selbst bei absurd-hohem finanziellen Einsatz. Legt man die "Erdbeben-Resistenz" eines AKWs auf 9,5 auf der Richter-Skala aus, ist das nächste Erdbeben eben doch gerade bei 10,2 mit 5-fach höherer Energiefreisetzung. Wer schreibt der Plattentektonik vor, wie stark sie sich zu bewegen hat ?

    Die Wahrscheinlichkeit eines atomaren GAU mag minimal sein, aber die Schadensschwere ist maximal. Der Schaden ergibt sich mathematisch gesehen aber als Produkt von Häufigkeit und Schwere. Ergo, wenn ein PKW mit 2 insassen im Laufe eines Autolebens mit vergleichsweise hoher Wahrscheinlichkeit vor dem baum landet und die insassen daran versterben, who cares, 2 Zweibeiner weniger auf der Strasse. Wenn aber 36 Millionen bewohner einer Großstadt verstrahlt werden, wenn auch mit "minimalstem Risiko", so hat das eine ganz andere ethisch-moralische Dimension.

    Und das kann kein Politiker dem Wahlschaf beibringen: Du bekommst billigen Atomstrom, aber mußt mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass Du und möglicherweise ein Großteil der bevölkerung verstrahlt wirst und eines vorzeitigen unnatürlichen Todes stirbst. Das ist Zynismus pur und dem Wähler nicht vermittelbar. Es mag viele Zeitgenossen geben, die vor die Alternative gestellt "geringerer Lebensstandard, dafür keine Kernenergie" oder "höherer Lebensstandard, dafür Risiko der Kernkraft" zugunsten des Risikos optieren, das ist im individualfall vollkommen ok. Diese Alternativen wurden dem unmündigen bürger aber nie so dargestellt, denn es hieß immer "höherer Lebensstandard und Null Risiko aus der Kernkraft". Diese Chimäre ist jetzt aus der Welt, alle wissen: der Schwarze Schwan existiert.

  • 15.03.2011, 20:06 UhrAnonymer Benutzer: Mariposa

    Das Problem ist nicht die geaenderte Einstellung und andere Entscheidung zu Atomenergie. Das "Wie" ist entscheidend. ich bin kein Kraftwerksingenieur auch kein Atomphysiker, Entscheidungen muessen aber fuer jeden nachvollziehbar sein. Die Situation in Japan ist deutlich unterschiedlich zu Deutschland. Tsunamis sind in Neckarwestheim nicht zu erwarten und Erdbeben halten sich sehr im Rahmen. in Nordjapan gehoeren staendige Erdbewegungen quasi zum Leben. Somit stellt sich fuer den Laien die Frage, sind die deutschen Kraftwerke nun ploetlich unsicherer als noch vor einer Woche? Dass bei schweren Stoerfaellen mit dem Austritt von Radioaktivitaet zu rechnen ist, das galt vorher auch schon. Dies ist keine neue Erkenntnis aus Japan. Die Gefahr von Flugzeugabstuerzen oder Terrorattentaten ist bekannt. Hierzu liefert Japan auch keine neuen Einsichten. Und der Strombedarf der deutschen Volkswirtschaft muss nach wie vor gesichert werden, hier dienten die Kernkraftwerke - laut veroeffentlichter Regierungsmeinung - immer als Absicherung der Stromversorgung bei mangelnder Lieferfaehigkeit der alternativen Technologien. Da draengt sich doch der Verdacht auf, dass hier Aktionismus angesagt ist und natuerlich Wahltaktik. Merkel nimmt den Gruenen quasi den Wind aus den Segeln bzw. aus den Windmuehlen. Das ist klare Machtpolitik und hat mit der Sorge um Atom, Energieversorgung, Gesundheit, neuen Erkenntnissen etc. absolut nichts zu tun. Kanlerin Merken hat Macciavelli neu erfunden bzw. verinnerlicht. Es wird interessant sein, wenn in einigen Monaten - dann ist Ruhe eingekehrt bzw. Japan verschwindet von den Titelseiten - zurueckgerudert wird und der alte Zustand vor der Katastrophe wieder langsam hergestellt wird. Natuerlich mit der begruendung, dass die Vorfaelle nicht vergleichbar sind und alle Experten den hohen Standard der deutschen Atomkraftwerke beglaubigen. Die industrie behaelt damit ihre Laufzeitverlaengerung und die Kanzlerin ihre brennelementesteuer.

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