Terroralarm in Essen: Limbecker Platz wieder geöffnet

Terroralarm in Essen: Limbecker Platz wieder geöffnet

, aktualisiert 13. März 2017, 13:07 Uhr
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Die Polizei setzte ihre Ermittlungen nach eigenen Angaben mit Hochdruck fort, nannte aber keine Details.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Ermittlungen zum möglicherweise verhinderten Anschlag in Essen werden mit Hochdruck fortgesetzt. Zwei Festgenommene sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Zum Start in die Woche öffnete das betroffene Einkaufszentrum wieder.

EssenDas wegen eines Terroralarms am Samstag geschlossene Einkaufszentrum in Essen hat am Montag wieder uneingeschränkt geöffnet. Die Polizei setzte ihre Ermittlungen mit Hochdruck fort. Zwei am Samstag festgenommene Männer sind inzwischen aber wieder auf freiem Fuß. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte am Wochenende betont, die bisherigen Ermittlungen zu den konkret für Samstag terminierten Anschlagsplänen hätten keine Anzeichen dafür gebracht, „dass mit Umsetzung oder Vorbereitungen konkret begonnen wurde“.

Das geschlossene Shoppingcenter „Limbecker Platz“ ist eines der größten innerstädtischen Einkaufszentren Deutschlands. „Das Leben geht weiter“, sagte die Center-Managerin Alexandra Wagner am Montagmorgen. Über die Reaktionen der betroffenen Ladenbetreiber auf die Schließung berichtete sie: „Wir haben am Samstag großes Verständnis von den Mietern erfahren.“

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Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) von einem möglichen Anschlag im Einkaufszentrum „Limbecker Platz“ erfahren und die Polizei informiert. Die ordnete am frühen Samstagmorgen an, das mehrgeschossige Einkaufszentrum den ganzen Tag geschlossen zu lassen. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten riegelten den Gebäudekomplex ab.

Die Essener Polizei nannte zunächst keine Details zu ihrem weiteren Vorgehen. „Die Ermittlungen dauern an“, sagte eine Sprecherin. Nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen handelt es sich bei den beiden Männern, die zunächst festgenommen und inzwischen wieder entlassen wurden, nicht um direkt Tatverdächtige, sondern um Kontaktpersonen des mutmaßlichen Drahtziehers. Dieser soll Mitglied der salafistischen Szene in Oberhausen und bereits länger im Visier der Behörden gewesen sein. Von Syrien aus soll er per Internet-Messengerdienst mehrere Personen direkt kontaktiert und versucht haben, sie für einen Angriff auf das Einkaufszentrum zu motivieren. Ein Teil der mutmaßlichen Tätergruppe soll sich in Deutschland befunden haben, ein anderer Teil sollte aus dem Ausland anreisen, wie es in den Sicherheitskreisen weiter hieß.

Quelle:  Handelsblatt Online
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