Terrorgefahr: Zwei Drittel rechnen mit Anschlag in Deutschland

Terrorgefahr: Zwei Drittel rechnen mit Anschlag in Deutschland

, aktualisiert 30. Dezember 2015, 09:11 Uhr
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Überlebende nach dem Blutbad in Paris. Deutschland ist bisher von größeren islamistischen Terroranschlägen verschont geblieben.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Mehrheit der Bundesbürger erwartet einen Terroranschlag im kommenden Jahr. Die Deutschen müssten lernen, dauerhaft mit einer latenten Bedrohung zu leben, sagt Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius.

Berlin, HannoverZwei Drittel der Bundesbürger rechnen mit einem Anschlag der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Deutschland im nächsten Jahr. Nur 17 Prozent glauben nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur nicht daran. Weitere 17 Prozent machten keine Angaben.

Deutschland ist bisher von größeren islamistischen Terroranschlägen verschont geblieben. Am 13. November waren bei einem Anschlag des IS in Paris 130 Menschen getötet worden. Als Reaktion darauf beteiligt sich Deutschland nun an den Luftangriffen gegen den IS in Syrien und im Irak. YouGov befragte zwischen dem 21. und 23. Dezember 2031 Bundesbürger.

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Die Deutschen müssen nach Ansicht von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius lernen, dauerhaft mit einer latenten Anschlagsgefahr durch islamistische Terroristen umzugehen. „Wir stehen im Fadenkreuz des sogenannten IS als Unterstützer der Front gegen ihn“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Der Terrorismus sei unberechenbarer geworden. „Sie haben es ganz bewusst auf die allgemeine Bevölkerung abgesehen, um Angst zu schüren und uns zu veranlassen, unsere Werte infrage zu stellen.“ Davor dürfe die Gesellschaft aber nicht in die Knie gehen, forderte Pistorius.
Der Minister schließt nicht aus, dass weitere öffentliche Großveranstaltungen wie das Fußball-Länderspiel Niederlande Mitte in November in Hannover wegen akuter Terrorgefahr abgesagt werden. Zwar sei nicht jeder Hinweis Grund für vergleichbare Entscheidungen. Nach jedem Attentat gebe es Trittbrettfahrer. „Was die Polizei im letzten Jahrzehnt aber perfektioniert hat ist, die Belastbarkeit solcher Hinweise sehr genau zu prüfen und sich ein abschließendes und umfassendes Bild davon zu machen, wie ein solcher Hinweis am Ende genommen werden und welche Entscheidung dann getroffen werden muss“, sagte Pistorius.

Quelle:  Handelsblatt Online
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