Transparenzpreis an Unicef: Vom Schmuddelkind zum Preisträger

Transparenzpreis an Unicef: Vom Schmuddelkind zum Preisträger

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Top-Model Eva Padberg präsentiert die Unicef-Grußkarten-Kampagne 2010

Jedes Jahr zeichnet die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers die Spendenorganisationen aus, die besonders transparent über ihre Arbeit informieren. Der diesjährige Sieger ist eine kleine Überraschung.

Ende 2007 wurde der deutschen Abteilung des Kinderhilfswerk Unicef noch das Spendensiegel des Deutschen Instituts für soziale Fragen (DZI) aberkannt, viele Spender kehrten der Organisation enttäuscht den Rücken. Der Grund: Unicef Deutschland hatte Spendengelder für Beraterhonorare ausgegeben, jahrelang hatte die Organisation zudem nur wenig über die finanzielle Lage preisgegeben. Doch dem Schock folgte die Läuterung: Unicef arbeitete hart am eigenen Image, krempelte die Berichterstattung kräftig um.

Mit Erfolg: Beim diesjährigen Transparenzpreis, den die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers seit 2005 auslobt, belegte Unicef den ersten Platz. Die Berichterstattung habe sich seit dem Skandal deutlich verbessert, erklärt PwC-Vorstandssprecher Norbert Winkeljohann die Entscheidung der Jury. „Unicef ist heute beispielgebend für den Sektor.“

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Preis gibt Orientierung

Den zweiten Platz teilen sich in diesem Jahr zwei Organisationen. Sowohl World Vision Deutschland als auch die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe konnten die Jury mit ihrer Finanzberichterstattung überzeugen. Die konsequente Arbeit an der eigenen Transparenz habe sich für die Stiftung gelohnt, sagte die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Schlaganfall-Hilfe, Brigitte Mohn.  2008 noch im Mittelfeld unterwegs, belegte die Stiftung im vergangenen Jahr bereits den vierten Platz, nun also Silber für die Gütersloher.

Den dritten Platz erhält dieses Jahr die Organisation Plan International. Der Transparenzpreis ist mit insgesamt 40.000 Euro dotiert. Zusätzlich bekommen die Gewinner noch den Bonus, mit dem Preis für sich werben zu können. Im Spendenmarkt ein nicht zu unterschätzender Imagefaktor, meint PwC-Vorstandssprecher Winkeljohann. „Die Konkurrenz um Spendengelder ist im vergangenen Jahr erneut härter geworden.“ Verständlich aufbereitete Informationen böten da eine Orientierung bei der Spendenentscheidung.

60 Spendenorganisationen haben sich am diesjährigen Wettbewerb beteiligt, sie repräsentieren mit rund 900 Millionen Euro 43 Prozent des privaten Spendenaufkommens.

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