Transrapid: ThyssenKrupp dementiert Verkauf

Transrapid: ThyssenKrupp dementiert Verkauf

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Der Transrapid fährt bisher nur in Schanghai, China

Nach dem Aus für den Münchner Transrapid haben sich Politiker gegenseitig die Schuld für das Scheitern der Magnetschwebebahn zugewiesen. Unterdessen hat ThyssenKrupp einen Bericht zum Verkauf der Transrapid-Technik zurückgewiesen.

"Wir dementieren den Ausverkauf der Transrapid-Technolgie", sagte heute eine Sprecherin von Thyssen-Krupp Technologies. Das Unternehmen reagierte damit auf einen Bericht der Tageszeitung "Die Welt", wonach Thyssen-Krupp die Magnetbahn-Technologie möglicherweise nach China verkaufen werde. Dort steht die bislang einzige kommerziell genutzte Transrapidstrecke.

CDU-Verkehrsexperte Klaus Lippold bezeichnete unterdessen das Scheitern des Transrapids im RBB-Inforadio als Trauerfall. Ohne eine Referenzstrecke im eigenen Land werde es ausgesprochen schwer, den Transrapid im Ausland zu verkaufen. Auch der stellvertretenden Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), Volker Wanduch sieht kaum noch Chancen für die Magnetschwebebahn: „Das jetzt bekannt gewordene Aus der Transrapidstrecke ist der Dolchstoß für die Technologie in Deutschland.“ Er wies Kritik an den beteiligten Firmen zurück. Schuld an den gestiegenen Kosten seien Planänderungen aus politischen Gründen, wie zusätzliche Schallschutzmaßnahmen oder verlängerte Tunnel. Letztlich habe einfach der politische Wille gefehlt. Der CDU-Finanzexperte Steffen Kampeter sagte der „Berliner Zeitung“: „Die Industrie wollte offensichtlich kein Leuchtturmprojekt, sondern Kasse machen.“

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Der bayerische SPD-Fraktionsvorsitzende, Franz Maget, sprach von einem naiven Versuch, die Verantwortung für das „Transrapid-Debakel“ abzuwälzen. Die tatsächlichen Kosten des Transrapidprojekts hätten bei ernsthafter Prüfung durch die Staatsregierung längst bekannt sein müssen. Der Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Fritz Kuhn, kritisierte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD): „Tiefensee hat sich viel zu lange von der Industrie und Bayern vorführen lassen“, sagte er der „Berliner Zeitung“.

Noch ist unklar, wofür die 925 Millionen Euro an zweckgebundenen Mittel des Bundes für den Transrapid verwendet werden sollen. Bundesverkehrsminister Tiefensee sagte, derzeit laufe für den Haushalt 2009 die Ressortabstimmung. Dabei werde man darüber diskutieren, wie das Geld eingesetzt werden soll. Er sprach sich dafür aus, mehr in die Verkehrsinfrastruktur zu investieren.

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