Trotz Sanierungsstau: Deutschlands Streckennetz reicht aus

Trotz Sanierungsstau: Deutschlands Streckennetz reicht aus

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Die deutsche Infrastruktur steht gut da im europäischen Vergleich. Wie die Instandhaltung der Straßen finanziert wird, ist noch nicht geklärt.

Die Anbindung durch Autobahnen, Eisenbahnen und Schifffahrtswege in Deutschland ist besser als in vielen anderen europäischen Ländern. Doch um die Infrastruktur instand zu halten, fordern die Bundesländer deutlich mehr Geld.

Knapp 40.000 Kilometer Bundesstraßen und mehr als 12.800 Kilometer Autobahnen gibt es in Deutschland. Damit zählt die deutsche Infrastruktur zu den dichtesten Verkehrsnetzen in Europa. Auf jeden Quadratkilometer Landesfläche kommen demnach 36,8 Meter Autobahn und 96,8 Meter Eisenbahn. Deutschland hat doppelt so viel Autobahnstrecke pro Fläche wie Großbritannien.

Wie lange die Infrastruktur noch hält, ist ein ganz anderes Problem. Die Hälfte aller Brücken, 20 Prozent der Autobahnen und 40 Prozent aller Bundesstraßen seien "hochgradig sanierungsbedürftig", sagt Verkehrsexperte Michael Schreckenberg. Diese Strecken müssten gesperrt werden, rücken nicht bald Mischmaschine und Planierraupe an.

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Der Vergleich mit anderen Ländern mag beruhigen. Verkehrspolitiker der Bundesländer fordern jedoch zusätzliche 7,2 Milliarden Euro für den Straßenbau, wie das Handelsblatt berichtet. Das Bundesverkehrsministerium unterstützt die Länder bei der Straßensanierung mit aktuell rund 19 Milliarden Euro pro Jahr. Der Betrag für den Erhalt der Straßen soll in den kommenden Jahren jeweils um 100 Millionen steigen.

Laut Verkehrsforscher Schreckenberg reicht das vorne und hinten nicht. Er rechnet damit, dass nach der Bundestagswahl eine PKW-Maut eingeführt wird, um den Finanzierungsbedarf für die Sanierung decken.

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