Trumpf-Ass der Union: CDU kürt erneut ihre Königin Merkel

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Trumpf-Ass der Union: CDU kürt erneut ihre Königin Merkel

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Die CDU hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem besten Ergebnis zum siebten Mal zur Vorsitzenden gewählt. Auf dem Bundesparteitag in Hannover erhielt die 58-Jährige nach CDU-Angaben 97,3 Prozent der Stimmen.

von Christian Ramthun

Beim 25. Parteitag der CDU geht es um Randthemen wie die Zuschussrente und um Angela Merkel, das Trumpf-Ass der Union. Mit fast 98 Prozent der Stimmen wählte die CDU sie erneut zur Vorsitzenden.

Nur der Name Angela Merkel reicht, um die 1.001 Delegierten in der Messehalle in Hannover in Begeisterung zu versetzen. Die Bundeskanzlerin ist der unumstrittene Star beim Parteitag der CDU. Sechs Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen und ein dreiviertel Jahr vor der Bundestagswahl schaltet die Union auf Wahlkampfmodus. Klar ist, womit die Partei nicht in die Auseinandersetzung mit der Opposition ziehen will. Nicht so sehr mit Wirtschaftsthemen, erst recht nicht mit dem Vermaledeiten Euro oder der verkorksten Energiewende. Sicherlich auch nicht mit den zuletzt öffentlich so diskutierten Zuschussrenten, einer Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften mit der Ehe, der Mütterrente oder der Frauenquote.

Auf dem Bundesparteitag wählte die CDU hat Merkel mit einem Rekordergebnis zum siebten Mal zur Vorsitzenden: Die 58-Jährige erhielt 97,94 Prozent der Stimmen. 903 Delegierte stimmten für, 19 gegen sie, neun enthielten sich. Angela Merkel ist das große Trumpf-Ass der Union. Das weiß auch David McAllister. Er peitscht die Delegierten am Dienstagvormittag mit einer vielumjubelten Rede ein, nennt die die wirtschaftlichen Erfolge Deutschlands, das Wirtschaftswachstum in einem elendigen Umfeld, die niedrige Arbeitslosigkeit! Und alles sei der Erfolg der unionsgeführten Bundesregierung, der Kanzlerin!

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Optimistische Worte der Kanzlerin

Das sagt dann auch die Kanzlerin selbst. "Die von der Union geführte christliberale Bundesregierung ist die erfolgreichste seit der Wiedervereinigung." Die Fakten sprächen für sich: Deutschland sei aus der großen Wirtschafts- und Finanzkrise stärker als zuvor und schneller als jedes andere Industrieland herausgekommen. Deutschland habe die niedrigste Arbeitslosenzahl und die höchste Erwerbstätigenzahl seit der Wiedervereinigung. Deutschland geht es mit Merkel am besten, lautet die Botschaft. Die Energiewende stilisiert Merkel zum ehrgeizigsten Projekt dieser Generation - und entzieht sich damit den aktuellen Problemen in diese Bereich. Die Bundeswehr wird ebenfalls knapp abgehandelt, verbunden mit einem Dank an die Soldaten in Afghanistan. Und zum Thema FDP erlaubt sich Merkel-Superstar sogar einen Witz: "Gott hat die FDP vielleicht nur geschaffen, um uns zu prüfen." Donnernder Applaus der offenbar leidgeprüften Unionisten.

Keiner spricht vom kleinen Koalitionspartner, der FDP. Man hat offenbar mit den Freidemokraten abgeschlossen. In der Planung für die Zukunft spielen sie keine Rolle. Zu enttäuscht ist man. Die FDP habe sich in unsäglichen Personalqueleren selbst zerlegt, sie sei nicht teamfähig und kompromissbereit, sie liebäugle sogar mit rot-grün. Vor allem dürfte es mit einem vier oder Fünfprozent-Partner nicht reichen, um in Niedersachsen oder im Bund weiter zu regieren.

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