Umfrage des IW Köln: Deutsche Firmen wollen mehr Flüchtlinge einstellen

Umfrage des IW Köln: Deutsche Firmen wollen mehr Flüchtlinge einstellen

, aktualisiert 20. März 2017, 11:42 Uhr
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Die Umfrage des IW Köln zeigt, dass die Bereitschaft deutscher Firmen, Flüchtlinge in ihren Betrieben einzustellen, sehr groß ist - denn Integration gelingt über den Arbeitsmarkt.

Quelle:Handelsblatt Online

Viele deutsche Firmen wollen im Jahr 2017 mehr Flüchtlinge einstellen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft, die unter 1000 deutschen Unternehmen durchgeführt wurde.

BerlinFast jede vierte deutsche Firma hat in den vergangenen drei Jahren einen Flüchtling beschäftigt. Im Handwerk sei es sogar jeder dritte Betrieb, teilte das arbeitgebernahe Institut IW Köln am Montag nach einer Umfrage unter rund 1000 Unternehmen mit. Insgesamt hätten mehr als 400.000 Firmen einen Flüchtling qualifiziert oder täten dies immer noch. Rund ein Drittel plant demnach für 2017, Flüchtlinge einzustellen. „Die erfolgreiche Integration läuft über den Arbeitsmarkt“, sagte IW-Direktor Michael Hüther in Berlin.

Am häufigsten seien nach Deutschland geflohene Menschen als Praktikant tätig - in 17 Prozent aller Unternehmen. Gut zehn Prozent der Firmen beschäftigen Flüchtlinge in regulären Jobs. „Am seltensten absolvieren Flüchtlinge eine betriebliche Ausbildung – nur in 7,2 Prozent der Unternehmen hat dies bislang geklappt.“ Grund sei, dass das duales Ausbildungssystem im Ausland oft nicht bekannt sei und viele junge Männer „auf den schnelle Euro zielen“, sagte Hüther.

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Die Bilanz sei allerdings fast durch die Bank positiv: „Neun von zehn Unternehmen berichten von einer hohen Einsatzbereitschaft und Motivation sowie einem großen Lerneifer der Flüchtlinge“, sagte Hüther. Allerdings sehen 86 Prozent der Betriebe fehlende Deutschkenntnisse als größtes Einstellungshindernis. Mangelnde Fachkompetenz seien für zwei Drittel ein Problem.

Aus der Studie geht ferner hervor, dass nur wenige Unternehmen auf öffentliche Förderprogramme zurückgreifen oder diese gar nicht kennen. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hatte jüngst erklärt, bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt stehe Deutschland noch am Anfang.

Quelle:  Handelsblatt Online
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